Leserbrief
Für die Stützpunktfeuerwehr

Zur Feuerwehrorganisation im Kanton Zug

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Vor etwas mehr als 50 Jahren wurde im Kanton Zug das System der Stützpunktfeuerwehr eingeführt. Es ging damals darum, sehr teure und in der Bedienung und Unterhalt aufwendige Gerätschaften effizient einzukaufen und für den Einsatz in einer grösseren Region bereit zu halten.

Nebst spezifischen Löschgeräten (grosse Mengen Pulver, Schaum, CO2), Schlauch- und Pumpenmaterial für grossen Wassertransport, waren auch Rettungsgeräte wie Autodrehleiter, Sprungretter et cetera sowie Langzeitatmungsgeräte solche speziellen Gerätschaften. Mit der Zeit ergaben sich weitere Aufgaben im Bereich der Ölwehr, Chemiewehr, Strahlenwehr und dem durch den Bund organisierten Feuerwehreinsatz auf Autobahnen, um nur einige dieser Aufgaben zu nennen.

Als langjähriger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Zug (1978 bis 1990)erinnere ich mich an viele ernstfallmässige Stützpunkt-Einsätze, wo die Gemeindefeuerwehr sehnlichst auf das Eintreffen des Stützpunktes wartete und dann zusammen– oft auch mit mehreren Gemeindefeuerwehren – eine erfolgreiche Bewältigung des Ereignisses erzielt werden konnte.

Die aufgebrachte Liga-Forderung verkennt die Situation komplett. So sind Kantone, welche jahrelang auf das Stützpunktsystem verzichtet hatten (wie beispielsweise Graubünden) heute absolute Verfechter dieser Lösung.

Hans Wickart, Zug