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Für eine Sauna fehlt in Hagendorn wohl der Platz

Der Umbau des alten Schulhauses beim Heilpädagogischen Zentrum in Hagendorn beginnt nächstens. Die Verantwortlichen setzen sich zudem für eine Temporeduktion ein.
Schüler des Heilpädagogischen Zentrums verbuddeln die Kiste mit ihren Wünschen drin. (Bild: Raphael Biermayr (Hagendorn, 12. März 2019))

Schüler des Heilpädagogischen Zentrums verbuddeln die Kiste mit ihren Wünschen drin. (Bild: Raphael Biermayr (Hagendorn, 12. März 2019))

Wünsche soll man frei äussern dürfen. Das gilt auch für die Schüler am Heilpädagogischen Zentrum in Hagendorn (HZH). Sie haben ihre beim Schulhausumbau in Form von Ikea-Katalog-Schnipseln in einer Kiste deponiert, die anlässlich des Spatenstichs gestern vergraben wurde. Unter den Wünschen ist auch eine Sauna – für die wird es im neuen Haus aber wohl keinen Platz geben.

Stattdessen soll dort ab dem Frühling 2020 unter anderem unterrichtet werden. Denn die Jugendlichen vom Programm «Perron 16» sind von den einstigen Mieträumlichkeiten in Menzingen ebenfalls in den Chamer Weiler geholt worden, womit alle 70 dort zur Schule gehen und/oder wohnen.

Dies wurde notwendig, nachdem die leichter behinderten Kinder und Jugendlichen in die Regelschule integriert worden waren. Für schwerer Eingeschränkte ist der Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Menzingen schliesslich nicht zu bewältigen. Und weil Ausbaupläne in der Berggemeinde am Finanziellen gescheitert seien, wie der HZH-Geschäftsführer Tobias Arnold gestern erläuterte, habe man die Idee verfolgt, das alte Schulhaus in Hagendorn umzubauen.

Das Haus wird verlängert

Jenes habe der Kanton gemietet gehabt, um dort Flüchtlingsfamilien unterzubringen, sagt Toni Trottmann. Er ist im Stiftungsrat für den Bau zuständig. Zwei der drei Architekten, die sich um die Ausführung des Projekts bewarben, hätten auf einen Anbau an das bestehende Gebäude gesetzt. Das Zürcher Büro, das den Auftrag schliesslich erhielt, wird hingegen das Volumen vergrössern: Das jetzige Haus, in dessen wechselvoller Geschichte auch schon Waisen unterrichtet wurden, wird um fast einen Drittel wachsen. Damit wird unter anderem Platz für einen Lift geschaffen.

Das alte Schulhaus sieht zwar von aussen wie ein Denkmalschutzobjekt aus, ist aber – im Gegensatz zum Haupthaus der HZH – in keinem entsprechenden Inventar aufgeführt. Weil sich das Zentrum in der Landwirtschaftszone befindet, und deshalb mehrere Ämter mitreden, sei der Weg bis zur Baubewilligung dennoch ein mühseliger gewesen, lässt Trottmann durchblicken. Eine der Auflagen seitens der Gemeinde ist der Erhalt der mächtigen Platane vor dem Umbauobjekt. Da man jenes künftig über den Garten statt über die Strasse betreten will, jedoch keinen Druck auf das Wurzelwerk ausüben dürfe, müsse eine Art Steg um den Baum herum gebaut werden. Um das Prozedere für allfällige künftige (Aus)Bauten zu erleichtern, habe man die Gemeinde um eine Zonenänderung angefragt, damit das Zentrum künftig in der Zone für öffentliches Interesse liegt, wie die Regelschulen auch. Und noch ein Anliegen hat man gemäss Trottmann offiziell geäussert: Die durch die HZH-Anlage führende Lorzenweidstrasse dort in eine Begegnungszone umzuwandeln. Dies, weil trotz der verunmöglichten Durchfahrt für Autos mitunter gefährliche Situationen entstehen würden – mit Töfffahrern und Mountainbikern. Wünsche soll man schliesslich frei äussern dürfen.

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