Furioses Schlussdrittel der Zuger Unihockeyaner bringt den Ausgleich in der Serie

Die NLA-Viertelfinalserie zwischen Köniz und Zug United steht nach dem ersten Wochenende 1:1 unentschieden. Die Heimteams sicherten sich die jeweiligen Siege dank starker letzter Minuten.

Peter Rohner
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Zugs Billy Nilsson (Mitte) erzielt im Heimspiel gegen die Könizer zwei Treffer. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 3. März 2019))

Zugs Billy Nilsson (Mitte) erzielt im Heimspiel gegen die Könizer zwei Treffer. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 3. März 2019))

6:1 für Köniz und 5:1 für Zug – das waren die Ergebnisse der jeweils letzten Drittel in den ersten beiden Spielen der Playoff-Viertelfinalserie zwischen dem aktuellen Titelhalter und den Zentralschweizern. Gemeinsam war den Partien auch, dass sich die Teams in den ersten 40 Minuten auf Augenhöhe begegneten und Details letztlich über den Ausgang entschieden.

Dabei war Zug United der Start in die erste Partie missraten: Zwar gewann Billy Nilsson das erste Bully und die Zentralschweizer waren in Ballbesitz. Die Könizer setzten aber zum Forechecking an, luchsten den Zugern den Ball ab und gingen schon nach 15 Sekunden in Führung. Die Zuger erholten sich aber von diesem frühen Schock – nicht zuletzt dank eines starken Unterzahlspiels. In diesem hatten sie dank Patrik Rokka und Tim Mock gar ihre ersten gefährlichen Offensivaktionen. Entsprechend ausgeglichen verlief das erste Drittel – auch resultatmässig.

Im zweiten Spielabschnitt legte erstmals Zug United vor – gleich um zwei Längen. Allerdings verpassten es die Zuger nachzulegen, und Köniz hatte Jan Zaugg. Der Schweizer Nationalspieler erwischte erst aus dem Nichts Petter Nilsson in der nahen Ecke und dann traf er nach einem schönen Doppelpass mit Simon Müller. Peter Flütsch hatte zu Beginn des Schlussdrittels die Gelegenheit, die Zuger wieder in Führung zu bringen. Doch sein Schuss klatschte von der Lattenunterkante vor der Torlinie wieder ins Feld.

Und dann begannen die Silvan-Bolliger-Festspiele: Gleich fünfmal brachte der Zürcher in Berner Diensten den Ball im Zuger Netz unter und sorgte damit an seinem 27. Geburtstag für die Entscheidung im ersten Viertelfinalspiel. Tim Mock sagte nach dem Spiel:

«Es ist schade, dass das Verdikt am Ende so klar war. Aber das ist eben in den Playoffs: Man wirft alles in die Waagschale.»

Verrückte Wende in der Zuger Sporthalle

Dies war nur 23 Stunden später abermals gefordert. Selbst eingefleischte Zuger Fans hätten vermutlich nach 40 Minuten im zweiten Spiel der Serie kaum noch Geld auf die Zentralschweizer gesetzt. Nach einem ansprechenden ersten und einem schwachen zweiten Drittel lag das Team von Sascha Rhyner 1:4 zurück. Und wie abgeklärt Köniz agieren kann, hatte es am Vortag unter Beweis gestellt.

Doch in der Sporthalle verzückte das Heimteam die über 300 Zuschauer, die sich vom Spirit der Gastgeber anstecken liessen. Tor um Tor holte das Heimteam auf. Andrea Menon traf mit einem Weitschuss, Andras Dahlqivst nach einem clever gespielten Freischlag von Manuel Staub. Selbst als die Berner durch Silvan Bolliger noch einmal auf 5:3 vorlegen konnten, fand Zug die schnelle Antwort. Nur Sekunden später traf Sandro Poletti nach einem Forechecking von Dahlqvist.

Das Momentum, das die Zuger mit dem etwas unglücklichen 0:1 zum Ende des ersten Drittel verloren hatten, war wieder auf der Seite der Heimmannschaft. Und sie gab es nicht mehr her. Billy Nilsson gelang mit einem Energieanfall der Ausgleich. Und 71 Sekunden später brachte Staub Zug erstmals in dieser Partie in Führung. Der eingewechselte Severin Nigg hatte den Ball auf den Offensivverteidiger gelegt, der im Fallen Patrick Eder überwand. Trotz Chancen auf beiden Seiten fiel bis zum Ende kein Treffer mehr. Damit glich Zug die Best-of-7-Serie zum 1:1 aus. Die nächste Partie findet am kommenden Samstag in Bern statt.

Mehr zur NLA gibt es hier.

Zug United misst sich mit dem Meister

Die United hat zum Abschluss der Qualifikation gegen St. Gallen dank sieben Toren seiner Schweden ein 8:3-Sieg gewonnen. Im Playoff-Viertelfinal treffen die Zentralschweizer wie im Vorjahr auf Floorball Köniz.
Peter Rohner