Fussball
Beim SC Cham herrscht trotz einer verpassten Chance in der Tabelle Zufriedenheit vor

Der SC Cham und Basels U21-Team trennen sich in der Promotion League mit einem 2:2-Remis. Der Verteidiger Mario Bühler spricht die weiteren Ziele an – und verrät seine Zukunftspläne.

Michael Wyss
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Cham mit Captain Fabio Niederhauser (links) strebt einen Platz unter den ersten drei Teams an.

Cham mit Captain Fabio Niederhauser (links) strebt einen Platz unter den ersten drei Teams an.

Bild: Stefan Kaiser (Cham, 24. April 2021)

Die Chamer reisten anlässlich des Auftakts zur Aufstiegsrunde ersatzgeschwächt nach Basel. Der Trainer Roland Schwegler musste auf gleich sieben verletzte Spieler verzichten. Deshalb war das 2:2-Remis bei den spielstarken Nordwestschweizern letztlich ein gutes Ergebnis. Bei den Baslern standen mehrere Akteure aus dem Kader der ersten Mannschaft im Aufgebot. Für die Gäste trafen in einem unterhaltsamen Spiel Rrezart Hoxha zum 1:1 (10.) – er profitierte von einem Freistoss von Siegrist – und Giandomenico Tanzillo mit einem herrlichen Schuss aus 15 Metern zur 2:1-Führung (22.). Die Basler erzielten knapp eine Viertelstunde vor Schluss das Tor zum Endstand.

Der Sportclub konnte nicht vom Unentschieden von Leader Yverdon profitieren und liegt in der Tabelle weiterhin sechs Punkte zurück. Dennoch herrscht Zufriedenheit über das bisher Erreichte vor. «Wir haben uns die Aufstiegsrunde verdient. Auch der zweite Platz ist gerechtfertigt», zeigte sich Chams Innenverteidiger Mario Bühler stolz und ergänzte: «Die Tabelle lügt nie.» Der 29-Jährige, der im Herbst vom Challenge-League-Klub Winterthur zu Cham wechselte, weiss auch, weshalb es den Ennetseern sportlich so gut läuft:

Mario Bühler.

Mario Bühler.

Bild: fotozug.ch/PD
«Die Mischung stimmt, das Kollektiv ist unsere ganz grosse Stärke. Wir haben junge und erfahrene Spieler. Auch menschlich passt es. Cham schafft es immer wieder, ein charakterstarkes Team zu formen, was ein grosses Verdienst von Sportchef Marcel Weder ist.»

Cham spürt den Atem der Verfolger

Das Ziel in der laufenden Saison ist laut Bühler klar: «Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern wollen die Aufstiegsrunde unter den besten drei Teams beenden. Damit würden wir uns für die Hauptrunde im Schweizer Cup qualifizieren.» Darüber hinaus habe man auch den Meistertitel in der Promotion League im Auge – Cham hat bekanntlich keine Lizenz für die Challenge League beantragt. Am kommenden Samstag kommt Nyon auf das Eizmoos. Ein Dreier ist Pflicht, denn Brühl, Etoile Carouge und Bavois (je 27 Zähler) sitzen den Chamern im Nacken. Mario Bühler sagt:

«Wir nehmen Schritt für Schritt, schauen von Spiel zu Spiel. Das Ziel muss es aber immer sein, drei Punkte zu holen.»

Dem Ex-Profi aus Emmenbrücke mit Vergangenheit beim FC Luzern gefällt es beim Sportclub. «Es ist ein sehr familiärer Verein mit einem professionellen Umfeld. Ich bin sehr glücklich hier und sehe meine Zukunft in Cham.» Einer Vertragsverlängerung stehe laut dem angehenden Polizisten von seiner Seite her nichts im Weg.

Mehr zur Promotion-League-Meisterschaft finden Sie hier.