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FUSSBALL: Das Stadion soll 6000 Personen fassen

Der Klub Zug 94 hat seine ambitionierten Pläne zum Projekt Apollo konkretisiert. Die neue Fussballarena soll in zwei Jahren realisiert sein.
Fussball im Stadion Hert in Zug. Zugs Davide Palatucci gegen Jessy Nimi vom SC Cham. (Bild: Pius Amrein)

Fussball im Stadion Hert in Zug. Zugs Davide Palatucci gegen Jessy Nimi vom SC Cham. (Bild: Pius Amrein)

Samantha Taylor

Es sind ambitionierte Ziele, die sich Zug 94 unter dem Projektnamen Apollo vor ziemlich genau drei Jahren gesteckt hat. Im Vordergrund steht die durchgehende Nachwuchsförderung also von den ganz Kleinen in der Fussballschule bis zur profimässig geführten 1. Mannschaft. Um dieses Programm auszuführen, muss der Verein einige Voraussetzungen schaffen. Da ist zum einen der Aufstieg in die Challenge League. Diesen braucht es, damit im Juniorenbereich lückenlos U-Mannschaften, unabhängig von einem anderen Labelpartner, angeboten werden können (siehe Box). Um in dieser Liga mitspielen zu können, braucht es wiederum die nötige Infrastruktur. Sprich, ein neues Stadion. Denn das jetzige genügt den Anforderungen nicht. «Der Aufstieg ist Mittel zum Zweck und das Stadion quasi das notwendige Übel», fasst Präsident Beat Knoblauch die Ausgangslage zusammen.

Coop wollte mitziehen

All das ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Auch Gespräche mit der Stadt werden bereits geführt. Jetzt will der Klub Nägel mit Köpfen machen. «Wir haben uns nun festgelegt, in welche Richtung das Stadionprojekt gehen soll», sagt Beat Knoblauch. Dies, nachdem bislang zwei Varianten im Raum standen. Denn: «Vor rund dreiviertel Jahren wurden wir von Coop kontaktiert.» Der Grossverteiler habe erklärt, dass er bei einem Projekt mit Mantelnutzung inter­essiert sei, als Hauptmieter aufzutreten. «Für uns sah das nach einer einmaligen Chance aus», führt Knoblauch aus.

Nicht zonenkonform

Doch der Traum sollte bald platzen. Nach der Vorstellung der beiden Projekte mit und ohne Mantelnutzung – bei der Stadt kam im Dezember der Bescheid. «Der Stadtrat hat uns mitgeteilt, dass ein Projekt mit Mantelnutzung nicht unterstützt werde.» Der Grund: Eine solche Nutzung sei nicht zonenkonform. «Das Stadion liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Zu solchen Anlagen gehört auch ein Fussballstadion», führt Karl Kobelt, Finanzchef der Stadt Zug, aus. Die Mantelnutzung sehe aber ein grosses Coop-Geschäft mit einer Verkaufsfläche von über 2000 Quadratmetern vor. «Gemäss Bauordnung sind Verkaufsflächen ab 500 Quadratmetern lediglich in den Kernzonen und in besonders bezeichneten Gebieten zulässig. Kurz: Einkaufszentren und grosse Geschäfte gehören ins Zentrum», so Kobelt weiter.

«Wir mussten nach diesem Bescheid ernsthaft über die Bücher. Es stellte sich für uns die ganz grundsätzliche Frage: Wollen wir an dem Projekt dranbleiben oder müssen wir es begraben», so Knoblauch. Den Entschluss habe der Verwaltungsrat vor kurzem gefasst. «Wir planen eine neue Infrastruktur ohne Mantelnutzungen.» Eventuell könnten sportähnliche Angebote wie ein Sportarzt, Physiotherapie-Praxen oder eine Athletikhalle integriert werden. «Das müssen wir jetzt alles klären.»

Auf der Suche nach einem Investor

In anderen Bereichen hat der Klub klare Vorstellungen. So soll ein Stadion für 4000 bis 6000 Personen entstehen. Das sind gemäss Knoblauch ähnliche Dimensionen wie heute. Vorgesehen seien eine zweckmässige Haupttribüne, ein neuer Kabinentrakt und Steinstufen hinter den Toren und auf der Gegenseite. Kostenpunkt: maximal 10 Millionen Franken. Aktuell wird ein Businessplan erstellt. «Der muss bis im Frühjahr stehen. Bis im Sommer wollen wir einen Investor finden», sagt Knoblauch. Derzeit werden Gespräche geführt, konkret sei noch nichts. Auch die weiteren Ziele des Klubs muten ambitiös an. Knoblauch: «Wir wollen ab 2017 in der Challenge League spielen. Also brauchen wir bis dahin die Infrastruktur.» Dem Verwaltungsrat sei klar, dass das eine sportliche Vorgabe sei. Aber: «Für die geplante Infrastruktur ist hoffentlich nur ein Baubewilligungsverfahren notwendig. Und damit wäre das machbar.»

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