Fussball
Es ist unklar, ob der SC Cham auf dem Eizmoos oder in Zug gegen den FCL antreten wird

Mit dem FC Luzern haben die Chamer für die erste Cup-Runde ein grosses Los gezogen. Das stellt den Verein in Pandemiezeiten vor noch grössere organisatorische Herausforderungen als üblich.

Raphael Biermayr
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Beim Cupspiel der Chamer gegen den FC Basel kommen über 5000 Zuschauer nach Zug. Hier wärmt sich der Schweizer Rekordtorschütze und Basel-Stürmer Alex Frei auf.

Beim Cupspiel der Chamer gegen den FC Basel kommen über 5000 Zuschauer nach Zug. Hier wärmt sich der Schweizer Rekordtorschütze und Basel-Stürmer Alex Frei auf.

Bild: Philipp Schmidli (20. September 2009)

Der SC Cham aus der Promotion League trifft am 14. oder 15. August in der ersten Runde des Schweizer Cups auf den Titelverteidiger in diesem Wettbewerb, den FC Luzern. Die Ennetseer sprechen natürlich von einem «Traumlos». Wo die Partie ausgetragen wird, im heimischen Eizmoos oder im grösseren Zuger Stadion Hertiallmend, ist offen. Das Organisationskomitee wird sich nach Vereinsangaben am 13. Juli erstmals treffen und darüber beraten.

Partien gegen Super-League-Vereine bedeuten für Amateurklubs auch in normalen Zeiten nicht nur Freude, sondern vor allem eine Menge Arbeit. Wegen der Covid-19-Pandemie ist die Herausforderung ungleich grösser, weil es zahlreiche zusätzliche Auflagen zu erfüllen gilt. Derzeit sehen die Bundesregeln vor: Für Grossveranstaltungen sind einzig keine Einschränkungen vorgesehen, wenn alle Anwesenden über ein Covid-Zertifikat verfügen – was natürlich überprüft werden muss. Andernfalls gilt Sitzpflicht und es sind maximal 1000 Personen zugelassen.

2012 ein Super-League-Team bezwungen

Der SC Cham, der sich in der dritthöchsten Schweizer Liga etabliert hat, verfügt über reichlich Erfahrung in Sachen Organisation grosser Cup-Partien. So traf er allein in den Jahren 2006 bis 2010 nacheinander auf Aarau (1:3), Thun (0:1), Basel (0:3) und erneut Thun (0:4). Gegen den damaligen Ligakrösus Basel wichen die Chamer wegen des erwarteten Grossandrangs ins Zuger Hertistadion aus, wo schliesslich 5210 Zuschauer zugegen waren. Zuletzt war 2015 mit den Grasshoppers ein Team aus der höchsten Liga zu Gast in Cham (1:4). Drei Jahre zuvor glückte die grosse Überraschung, als der damalige Erstligist den Super-League-Klub Servette Genf dank eines 2:1-Erfolgs eliminierte. Stefan Budmiger erzielte in der 89. Spielminute den Siegtreffer per Freistoss.