FUSSBALL: Im Tal sind die Plätze bereit

Gestern konnten die Kicker vom SC Cham doch noch auf Rasen trainieren – anders als die Walchwiler.

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Noch ist das Hauptfeld im Chamer Eizmoos gesperrt, aber am Samstag dürfte das Heimspiel nicht gefährdet sein. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Noch ist das Hauptfeld im Chamer Eizmoos gesperrt, aber am Samstag dürfte das Heimspiel nicht gefährdet sein. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Am Samstag rollt der Ball beim SC Cham wieder. Zum Rückrundenstart wartet im heimischen Eizmoos der FC Wangen bei Olten. Die Chamer sind bestens vorbereitet – aber ist es auch der Rasenplatz des Hauptfeldes? Gestern Nachmittag fielen nochmals Schneeflocken vom Himmel.

Für die Pflege des Platzes ist die Gemeinde Cham zuständig, die im Besitz des Eizmoos ist. «Am Dienstag habe ich den Platz gewalzt und gleichzeitig mit Nägeln Löcher in den Boden geschlagen, damit das Wasser ablaufen kann und sich der Rasen nicht verdichtet», erklärt Werkhofmitarbeiter Michel Zemp. Aktuell liege kein Schnee mehr auf dem Hauptrasen, und wenn es nicht nochmals schneie, könne am Samstag problemlos gespielt werden, so Zemp gestern. Ein Training auf Rasen gab es für die Kicker des SC Cham zur Vorbereitung auf die Rückrunde im Eizmoos bisher nicht. Gestern Abend konnten die Spieler erstmals auf einem Nebenrasenplatz unterhalb des Stadions den Ball laufen lassen. «Auf dem Hauptrasen im Stadion Eizmoos trainieren wir währen der ganzen Saison nicht, höchstens eine kleine Abschlusseinheit», so Jörg Portmann, Trainer vom SC Cham.

Testspiel abgesagt

«Im Trainingslager in Spanien haben wir täglich auf Rasen trainiert – hier in der Schweiz mussten wir immer auf den Kunstrasen ausweichen. Mir war wichtig, dass wir auch zu Hause auf den Rasen können», sagt der SC Coach. In der Vorbereitung gab es auch den Fall, dass sogar der Kunstrasen wegen zu viel Schnees unbespielbar war. Der Werkhof rückt dann nicht aus, um das Feld zu räumen – und der SC Cham hat es selber in der Hand, den Platz freizuschaufeln. In diesem Winter hat der SC aber ein Vorbereitungsspiel abgesagt, weil sich auf dem Kunstrasen der Schnee türmte – oder das Team ist für Testspiele nach Luzern und Schötz ausgewichen. Das 2011 erstellte Kunstrasenfeld des SC Cham würde notfalls auch Ligaspiele zulassen: Doch bisher wurde diese Alternative noch nie genutzt. «Das Training auf Kunstrasen unterscheidet sich doch sehr stark von jenem auf Rasen», weiss Jörg Portmann. «Nach dem ebenen Feld plötzlich auf tiefen und holprigen Rasen zu wechseln, ist eine grosse Umstellung. Ein Training auf Kunstrasen täuscht und sagt wenig über den Formstand aus. Erst auf Rasen zeigt sich die Wahrheit», betont der Coach.

Viel Schnee in Walchwil

Dank der Vorbereitungen bei Saisonende ist auch der Rasen im Hertistadion in einem guten Zustand. «Er wird zurzeit gewalzt. Mitte März folgt die erste Düngung», informiert Chefgärtner Andreas Christen vom Baudepartement. Für den Unterhalt ist die Stadt Zug als Besitzerin des Stadions zuständig. Bis zum ersten Heimspiel, das am 14. März gegen den FC Luzern II steigt, ist noch ein bisschen Zeit. «Der Rasen wird jeweils Ende Saison nochmals tief gemäht, sodass der Schneeschimmel keine Chance hat und der Rasen ohne Krankheit überwintern kann», erklärt Christen. Es folge eine Tiefenlockerung von 20 bis 26 Zentimetern. «Danach werden offene Stellen etwa im Torraum mit Rasenziegeln repariert, sodass keine weiteren Arbeiten über den Winter erfolgen müssen», sagt Christen.

Das Kontrastprogramm gibt es in Walchwil. Die Heimstätte des FC ist der Lienisberg auf rund 1000 Metern über Meer. Hier liegt der höchstgelegene Fussballplatz im Kanton Zug. «Derzeit ist er von einer 30 Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt», so der Walchwiler Werkmeister Franz Hürlimann. Regelmässig treten die Walchwiler zum Rückrundenstart nur auswärts an, weil ihr Platz unbespielbar ist. «Jeden Sommer kommen 30 Tonnen Spezialsand auf den Rasenplatz. Das ist gut für das Wurzelwerk», erklärt Hürlimann.

Luc Müller