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FUSSBALL: Kevin Sigrist bewunderte seine heutigen Mitspieler

Als C-Junior des SC Steinhausen hätte sich Kevin Sigrist nicht träumen lassen, Spieler der ersten Mannschaft zu werden. Nun kommt er dort regelmässig zum Einsatz. Am Samstag wartet in der 3. Liga ein Derby.
Martin Mühlebach
Kevin Sigrist, auf dem Steinhauser Eschfeld, spielt seit den F-Junioren in Grün-Weiss. (Bild: Patrick Hürlimann (21. September 2017))

Kevin Sigrist, auf dem Steinhauser Eschfeld, spielt seit den F-Junioren in Grün-Weiss. (Bild: Patrick Hürlimann (21. September 2017))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Der 18-jährige Kevin Sigrist, der seit den F-Junioren die grün-weissen Farben des SC Steinhausen trägt, spielt leidenschaftlich gerne Fussball. Wie viele seiner Teamkollegen hoffte er, irgendeinmal den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. «Grosse Hoffnungen machte ich mir allerdings nicht, als ich als A-Junior das Schlüsselbein brach und auch zuvor in der Juniorenmannschaft nicht immer einen Stammplatz hatte. Umso grösser war die Freude, als mich Trainer Kusi Winiger in der vergangenen Saison ins Kader des Fanionteams aufnahm.»

Im Hinblick auf die laufende Meisterschaft habe er unter Trainer Egidio Verta eine gute Vorbereitung absolviert – nun kommt er als defensiver Mittelfeldspieler regelmässig von Beginn zum Einsatz. «Ich bin freudig überrascht, dass ich nun im gleichen Team wie Sandro Gschwend, Pascal Roth, Kevin Schlumpf, Aaron Milone und weiteren Akteuren spielen darf, zu denen ich schon als C-Junior respektvoll aufsah», sagt Sigrist. Er betont, dass neben ihm noch einige weitere junge Spieler den Sprung ins Fanionteam geschafft hätten. Erfreulich sei, dass ihnen die erfahrenen Teamstützen «wie grosse Brüder» mit Rat und Tat zur Seite stünden. «Die Mischung zwischen Alt und Jung stimmt. In unserer Mannschaft steckt viel Potenzial, das vorzeitige Erreichen des Ligaerhalts sollte machbar sein, wenn nicht sogar mehr.»

Schlechte Starter

Im Anschluss an eine sehr erfolgreich verlaufene Vorbereitungsphase glückte der Meisterschaftsstart nicht wunschgemäss. Nach fünf Runden liegt Steinhausen mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 15:12 auf dem achten Tabellenrang. Der Vorsprung auf die beiden Tabellenletzten ­Buochs II und Luzern beträgt nur drei Zähler. Kevin Sigrist sagt: «Wir haben bisher nicht schlecht gespielt, aber wir haben immer und immer wieder den Start verschlafen. Weshalb, ist uns ein Rätsel.» Am Trainer und an seiner Arbeit liege es jedenfalls nicht. Egidio Verta, der in der vergangenen Saison Kusi Winiger als Betreuer zur Seite gestanden und vor allem die jungen Spieler gepusht habe, biete ausgezeichnete Trainings, und er sei ein sehr guter Motivator.

Sigrist verfügt über ein gepflegtes Kurzpassspiel, eine gute Spielübersicht und Zweikampfstärke. Selbstkritisch verrät er: «Wie unser gesamtes Team brauche auch ich noch zu viel Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Und auch mein Selbstvertrauen am Ball lässt hin und wieder zu wünschen übrig.» Sein fussballerisches Vorbild sei Diego Demme von Red Bull Leipzig. Dessen Passqualität und Ruhe am Ball fasziniere ihn. Sigrist outet sich als Fan des FC Liverpool, von Trainer Jürgen Klopp und Stürmer Roberto Firmino. «Als ich ein Spiel des FC Liverpool an der Anfield Road live mitverfolgen durfte, ging einer meiner Kindheitsträume in Erfüllung», schwärmt er.

Ein Tick im Ausgang

Sichtlich stolz ist Kevin Sigrist, dass er vor kurzem die Wirtschaftsmittelschule erfolgreich abschloss. «Endlich habe ich mit dem Diplom etwas in den Händen, mit dem sich etwas aufbauen lässt. Derzeit mache ich ein Praktikum. Danach möchte ich ein Zwischenjahr einlegen und die Welt bereisen. Fest eingeplant ist eine Besichtigung des Machu Picchu in Peru.» Nach der Rekrutenschule wolle er sich im Bereich Wirtschaft weiterbilden. Sein berufliches Ziel sei der Bankensektor. Sigrist sagt: «Bei mir muss immer etwas laufen. In meinem Freundeskreis sorge ich dafür, dass nie Langeweile aufkommt.» Er sei der Organisator, wenn es um gemeinsame Aktivitäten gehe. Im Winter fahre er gerne Ski oder Snowboard, und er besuche hin und wieder EVZ-Spiele, wenn er die Saisonkarte seines Vaters bekomme.

Ein weiteres Hobby von ihm sei Gamen mit Kollegen. Besonders im Fokus stünden Fifa und Kick-Base. Mit einem schelmischen Lachen gesteht Sigrist: «Weil ich nach einem Ausgang viel zu lange brauche, um mich von meinen Freunden und Bekannten zu verabschieden und meine Jacke zu holen, werde ich von meinen Kumpels hin und wieder allein zurückgelassen. Oftmals sind sie im Taxi schon auf dem Heimweg, wenn ich ein Lokal verlasse.»

Gute Erinnerungen an Baar

Morgen empfängt Steinhausen den FC Baar (17 Uhr, Eschfeld). Sigrist sagt dazu: «Ich erwarte ein hartumkämpftes, ausgeglichenes Derby. Da wir Baar in der vergangenen Saison auswärts mit 3:0 bezwangen und die Mannschaft kürzlich auch am Zugercup in Rotkreuz 2:1 schlugen, rechne ich mir eine reelle Siegeschance aus. Nach dem durchzogenen Saisonstart würde uns ein Dreier gegen Baar guttun.»

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