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FUSSBALL: Neuheim: Tricks, die Ronaldo üben müsste

Freestyle-Fussball ist in der Schweiz ein noch unbekanntes Terrain. Mario Wiesendanger und Matthias Bösel führen diese technisch schwierige Sportart aus.
Sabrina Tanner
Matthias Bösel (links) und Mario Wiesendanger zeigen ihre Tricks. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 15. März 2018))

Matthias Bösel (links) und Mario Wiesendanger zeigen ihre Tricks. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 15. März 2018))

Sabrina Tanner

redaktion@zugerzeitung.ch

Freestyle-Fussball – dieser Begriff mag für viele wie ein Fremdwort klingen. Der 18-jährige Mario Wiesendanger erklärt: «Bei dieser Sportart werden Tricks mit einem Fussball ausgeführt. Dabei werden alle Körperteile miteinbezogen.» Die Tricks sorgen bei einer öffentlichen Vorführung beim Publikum für Eindruck, sagt Matthias Bösel (18) und fügt an: «Die Öffentlichkeit reagiert beeindruckt, da es enorm viel Können erfordert, den Ball mit dem Körper zu kontrollieren. Leider ist diese Sportart in der Schweiz sehr unbekannt.»

Denn hier fehle die Inspiration, der Sport sei kaum vertreten, bestätigen die beiden Neuheimer. Auch wenn die Popularität dieser Sportart in den letzten Jahren enorm gestiegen sei, merke man diesen Hype hier fast nicht. «Anders ist die Situation in Nordeuropa, besonders in Norwegen und Schweden ist Freestyle-Fussball weit verbreitet», sagt Mario Wiesendanger.

Es dauert eineinhalb Jahre, bis ein Trick sitzt

Für die beiden Neuheimer ist klar: Sie wollen irgendwann auf der internationalen Bühne ihr Können zeigen. Zwar gehören sie in der Schweiz zu den Besten, international gesehen jedoch zu den Anfängern. «Das Ziel ist, an einem internationalen Wettbewerb im Sommer 2019 teilzunehmen. Die Konkurrenz ist stark, und wir wollen uns nicht blamieren», so Matthias Bösel. Das sei der Grund, weshalb sie erst im nächsten Jahr diesen Schritt wagen werden. Ihr Anfang in der Freestyle-Szene begann im Fussballverein des SC Menzingen, wo sie in derselben Mannschaft spielten und die Leidenschaft zum Ball teilten. «Wir stellten beide fest, dass uns der technische Fussball interessiert», sagt Wiesendanger und fährt fort: «Angefangen mit Freestyle-Fussball haben wir im November 2016 mit einem einfachen Video. Danach wagten wir uns an schwierigere Tricks und rutschten so in diese Sportart.»

Der Freestyle-Fussball grenzt sich klar vom allgemein bekannten Fussball ab. Auf die Frage, ob jeder gute Fussballer auch ein Freestyler ist, sagen die Ball-Artisten lachend, aber bestimmt «Nein». Mario Wiesendanger erklärt: «Fussballer können Fussballtricks. Im Freestyle werden aber auch fussballuntypische Bewegungen und Ballführungen eingebaut. Auch Ronaldo müsste einige Tricks erst mal lernen.» Bis ein schwieriger Trick sitzt, trainiere man bis zu eineinhalb Jahre an der Ballführung. «Die schwierigen Tricks sind eine Kombination aus Vortricks, welche man auch erst mal können muss», stellt Matthias Bösel klar.

Inspiration holen sich die beiden meist über Videos. Vor allem diejenigen der Weltbesten motiviere sie enorm. Ihren Freestyle verbreiten sie auf Social Media, wo sie sich auch mit anderen Freestyler austauschen.

Das Hobby der beiden ist enorm zeitaufwendig. Beinahe täglich trainieren und feilen Mario und Matthias an ihren Tricks. «Wir würden gerne 20 Stunden in der Woche trainieren, das wird aber in Kombination mit dem Beruf und der nahenden LAP relativ schwierig», so Bösel. Auch bei Mario Wiesendanger steht im Sommer die Matura an.

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