FUSSBALL
Rote Karten, Zittersieg: Zug 94 schlägt Köniz mit 3:2

Trainer Thomas Jent verpasst Zug 94 ein taktisches Konzept, das die Mannschaft mit viel Herzblut umsetzt und mit einem Sieg veredelt.

Martin Mühlebach
Drucken
Teilen
Der Zuger Torschütze Luis Gutierrez (Mitte) wird für sein 1:0 bejubelt.

Der Zuger Torschütze Luis Gutierrez (Mitte) wird für sein 1:0 bejubelt.

Bild: Roger Zbinden (Zug, 20. November 2021)

Der Staff, die Spieler und die Fans von Zug 94 lagen sich jubelnd in den Armen, als Schiedsrichter Fabian Hänggi die 1.-Liga-Partie gegen Köniz nach rund 98 Minuten beendete. Es war der erste Heimsieg, den die Zuger in der laufenden Saison zu erzielen vermochten.

Der neue Zuger Trainer Thomas Jent.

Der neue Zuger Trainer Thomas Jent.

Bild: Roger Zbinden (Zug, 20. November 2021)

Den Grundstein zum 3:2-Erfolg hatte der erst seit zwei Wochen im Amt stehende Trainer Thomas Jent gelegt, indem er seinem Team ein auf den Gegner ausgerichtetes Konzept verpasste: «Unser Plan war, die Mitte unserer Abwehr zu verdichten und Köniz über die Aussenbahnen kommen zu lassen. In der 1. Halbzeit liessen wir uns allerdings etwas zu weit zurückdrängen», so der Trainer.

Zuger Führung trotz weniger Spielanteil

Die Berner tauchten im Minutentakt vor dem Zuger Strafraum auf. In der 22. Minute knallte der Könizer Stephan Andrist einen Foulpenalty an den Pfosten. Mit etwas mehr Abschlussglück hätte Köniz zur Pause sogar vorentscheidend in Führung liegen müssen. Es waren aber die Zuger, nach einem Tor von Luis Gutierrez unmittelbar vor dem Pausenpfiff (45.) 1:0 führten. Die Zuger traten nach der Pause forscher auf als in den ersten 45 Minuten. Und als Willi Pizzi einen Foulpenalty zur 2:0-Führung verwertete, wuchs der Glaube an einen Punktegewinn.

Beide Mannschaften spielten zu zehnt zu Ende

Aber dieser Glaube drohte wieder verloren zu gehen, als Stefan Glarner kurz darauf (50.) auf 1:2 zu verkürzen vermochte. Sieben Minuten später (57.) wurde der Berner Ylber Mejdi wegen einer Tätlichkeit am Zuger Willi Pizzi mit Rot vom Platz gestellt. Und als die Rangeleien nicht aufhörten und der aufgebrachte Pizzi seine Nerven nicht im Griff zu halten vermochte, wurde er ebenfalls mit der roten Karte bedacht.

Zug erhöhte in der 78. Minute durch Gjelbrim Sadiku auf 3:1, ehe Stephan Andrist die Berner in der 88. Minute den erneuten Anschlusstreffer erzielte. Nach rund 98 Spielminuten stand der erste Heimsieg der Zuger fest. Trainer Jent verriet nach der Partie: «Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.»

Weitere Informationen zur 1. Ligar finden Sie hier.

Aktuelle Nachrichten