Fussball
Torhüter Simon Enzler bleibt beim FC Aarau

Der 23-Jährige aus Unterägeri hat beim ambitionierten Challenge-League-Klub unlängst einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Damit verlässt er den FC Luzern endgültig.

Martin Mühlebach
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Simon Enzler strebt mit dem FC Aarau die Rückkehr in die Super League an.

Simon Enzler strebt mit dem FC Aarau die Rückkehr in die Super League an.

Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Zürich, 19. März 2021)

Der Vertrag von Simon Enzler mit seinem Stammverein, dem FC Luzern, läuft am Ende der laufenden Saison ebenso aus wie der Leihvertrag mit dem FC Aarau. Als ablösefreier Free Agent konnte der Torhüter aus Unterägeri selbst entscheiden, wo er in der kommenden Saison spielen will. Am 1. April machte Enzler Nägel mit Köpfen und unterschrieb einen Zweijahresvertrag mit den Aarauern, wo er die Nummer eins ist.

«Der FC Aarau hat mir nach einem Jahr auf der Ersatzbank des FC Luzern die Möglichkeit geboten, wieder regelmässig spielen zu können. Dafür bin ich sehr dankbar. Und deshalb war für mich klar, dass der FC Aarau immer der erste Ansprechpartner sein wird», sagt Enzler, dem die Entscheidung dennoch nicht leicht gefallen sei, denn: «Ich verbrachte beim FC Luzern viele tolle und lehrreiche Jahre.»

Die Vertragsverlängerung darf als Win-win-Situation bezeichnet werden. Denn der FC Aarau darf in den nächsten zwei Jahren auf einen starken Rückhalt zählen, der sich voll und ganz mit dem Verein und seinen Zielen identifiziert. Simon Enzler, der noch bei den Eltern in Unterägeri wohnt, betont:

«Ich wurde in Aarau gut aufgenommen und habe bereits ein gewisses Standing im Team – man hört auf mich.»

Der langjährige Challenge-League-Goalie Flamur Tahiraj (er spielte in Kriens, Schaffhausen und Wohlen) ist Enzlers Torhütertrainer in Aarau. «Er nimmt sich viel Zeit, um sich mit meinen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Das schätzte ich sehr», betont Enzler.

Selbstkritische Analyse

Der 1,87 Meter grosse Goalie weiss genau, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Als Stärke bezeichnet er seine ruhige, nie hektisch werdende Art und das Spiel mit dem Ball am Fuss. Beim Dirigieren seiner Vorderleute habe er zudem Fortschritte gemacht. Und die Schwächen? «Ich muss das Spiel mit meinem linken Fuss noch verbessern, und bei hohen Bällen muss ich noch mutiger herauskommen», sagt Simon Enzler.

Der 23-Jährige, der im Nachwuchs des FC Ägeri das Fussballspielen begonnen hatte und anschliessend zu den Zuger Junioren wechselte, hat ehrgeizige Ziele. Er sagt:

«Ich will mit dem FC Aarau den Aufstieg in die Super League schaffen. Stand heute, muss davon ausgegangen werden, dass die Grasshoppers die Tabellenspitze nicht mehr abgeben werden. Unser Fokus liegt auf dem Erreichen des Barrage-Platzes, den auch Lausanne, Thun und Schaffhausen anstreben werden.»

Simon Enzler ist überzeugt, dass die Aarauer – wenn nicht in diesem Jahr – die ersehnte Rückkehr in die Super League in absehbarer Zeit bewerkstelligen werden. «Wir sind ein gutes Team», stellt er zufrieden fest.

Doch nicht nur auf dem Platz verfolgt Enzler Ziele. Vor dem Wechsel zu Aarau arbeitete Simon Enzler in Teilzeit als Immobilienbewirtschafter in seiner Lehrfirma. «Wenn es irgendwie möglich ist, möchte ich mich parallel zum Fussball als Immobilienbewirtschafter weiterbilden und meine Englischkenntnisse verbessern.»

Zunächst gilt sein Fokus aber dem FC Aarau. Mit diesem trifft er am Samstag im Spiel der Runde ab 16 Uhr auf den FC Schaffhausen.