Fussball
Wieder kein Gegentreffer: Ägeri macht hinten resolut dicht

Die Bergler bezwingen den Tabellenzweiten SC Goldau 3:0 in der 2. Liga. Die Schwyzer hatten zwar mehr Spielanteile, aber sie agierten zu umständlich.

Martin Mühlebach
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Ägeri-Goalie Vullnet Ukaj hat alles im Griff.

Ägeri-Goalie Vullnet Ukaj hat alles im Griff.

Bild: Mathias Blattmann (Unterägeri, 25. September 2022)

Paul Hegner, der Präsident des FC Ägeri, wies vor dem Anpfiff auf die Besonderheit der Begegnung zwischen Ägeri und Goldau hin: «Beide Teams wurden vom kürzlich verstorbenen Hans Durrer jahrelang finanziell unterstützt. Wir bedauern es sehr, dass sich Hans dieses Spiel nicht mehr vor Ort ansehen kann.» Der Walchwiler Durrer sponserte unter anderem zahlreiche Sportklubs in der Region.

Die infolge heftiger Regenfälle auf dem Kunstrasen ausgetragene Partie in Unterägeri nahm schnell Fahrt auf. Die Gastgeber starteten sichtlich nervös, fanden aber schnell zu ihrem geradlinigen Spiel. In der 13. Minute schoss Veljko Jovkovic das 1:0. Die Goldauer reagierten heftig. Doch die Kontervorstösse der Ägerer waren gefährlicher als das konzeptlose Anrennen der Gäste.

Nikola Bozic, der die Goldauer Abwehr bei jeder Gelegenheit gehörig durcheinanderwirbelte, erzielte in der 33. Minute das Tor zum 2:0. Als sich die beiden Teams in die Halbzeitpause verabschiedeten, sagte Ägeri-Präsident Hegner:

«Ich traue der Führung noch nicht. In der zweiten Halbzeit wird Goldau wohl einen Zacken zulegen.»

Nikola Bozic ist Doppeltorschütze

Hegner hatte sich nicht getäuscht. Die Schwyzer bauten ihre Überlegenheit nochmals aus. Doch am gegnerischen Strafraum agierten sie weiterhin ideenlos. Distanzschüsse wurden von der heroisch kämpfenden Hintermannschaft der Ägerer ebenso unschädlich gemacht wie die gefährlich wirkenden Eckbälle. Goalie Vullnet Ukaj zeigte sich hellwach.

Als Nikola Bozic in der 80. Minute auf 3:0 erhöhte, war der Sieg der Gastgeber in trockenen Tüchern. Ägeris Trainer Rade Petkovic sagte nach der Partie strahlend: «Wir haben in drei der vier letzten Partien kein Gegentor kassiert und zehn Tore erzielt. Das ist der Fussball, den wir spielen wollen.»

Ägeris Nikola Bozic (rechts, gegen Jozef Simoni) erzielt zwei Tore.

Ägeris Nikola Bozic (rechts, gegen Jozef Simoni) erzielt zwei Tore.

Bild: Mathias Blattmann (Unterägeri, 25. September 2022)

Skumbim Sulejmani, der Cheftrainer der Goldauer mit Vergangenheit als Spieler in Zuger Teams, meinte: «Wir haben zu umständlich, zu statisch agiert. Dass wir mehr Ballbesitz hatten, ist ein kleiner Trost. Damit gewinnt man nicht – man gewinnt, wenn man mehr Tore erzielt als der Gegner.»