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GALVANIK: «Der Preis ist ein Stein im Fördermosaik»

Zehn Zuger Kunstschaffende werden mit Förderbeiträgen unterstützt, und das mit 50 000 Franken dotierte Zuger Werkjahr geht 2017 an die freischaffende Theaterregisseurin Karin Arnold.
Monika Wegmann
Der Bildungsdirektor Stephan Schleiss übergibt Karin Arnold den Preis des Zuger Werkjahres 2017. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 27. Oktober 2017))

Der Bildungsdirektor Stephan Schleiss übergibt Karin Arnold den Preis des Zuger Werkjahres 2017. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 27. Oktober 2017))

Monika Wegmann

redaktion@zugerzeitung.ch

Es ist schon fast Tradition, dass die Übergabefeier der kantonalen Förderpreise und des Zuger Werkjahres in der Galvanik stattfindet. So auch am letzten Freitagabend, als dort – musikalisch umrahmt – die Preisträger geehrt wurden und man beim gemütlichen Apéro die Kultur feierte.

Als Moderator führte Theatermann Rémy Frick mit launigen Worten durchs Programm. Der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss würdigte die diesjährigen Preisträger und sagte: «Der Kanton Zug schätzt Ihre Arbeit. Sie ist wichtig und für die Gesellschaft unbestritten. Darum wird die Kunst gefördert.» Und weil sich die Gesellschaft verändere, entwickelten sich neue Präsentationsformen. «Der Kanton will aber nichts steuern oder beeinflussen, sondern die Kunstschaffenden fördern und unterstützen», so Schleiss. Die Beiträge und das Werkjahr seien aber nur ein «Steinli» im Fördermosaik.

Für die Förderbeiträge und das mit 50 000 Franken dotierte Werkjahr spiele das Potenzial der Bewerber eine Rolle. Mit dem Werkjahr würden jeweils herausragende Leistungen honoriert, als Dank für das Engagement.

Aldo Caviezel, Leiter des Amtes für Kultur, erläuterte das Auswahlverfahren. Von den 29 Bewerbungen hätten sechs das Zuger Werkjahr 2017 betroffen. Die mit auswärtigen Fachleuten besetzte Jury habe die Preisträger ausgewählt. Angesichts der Umwälzungen in der Welt müssten in der Kunst neue Ansätze formuliert werden. Mit der Unterstützung schaffe man Raum für Möglichkeiten. Denjenigen, die nicht gewonnen haben, rät Caviezel: «Bleiben Sie am Ball.»

Zuerst erhielten die zehn Preisträger der Förderbeiträge ihre Urkunde. Bildende und angewandte Kunst: Anna Hug, Thomas Knüsel, Timon Sager je 10 000 Franken, Mathias Renner 14 000 Franken, Matthias Moos 15 000 Franken; Sparte Musik: Valerie Koloszar und Christof Zurbuchen je 10 000 Franken, Fabienne Ambühl und Samuel Büttiker je 14 000 Franken; Sparte Film: Monica Amgwerd 13 000 Franken.

Sie arbeitet gerne im Kollektiv

In der Laudatio bezeichneten Judith Huber und Kira van Eijsden die Preisträgerin des Zuger Werkjahres 2017, Karin Arnold, als Theaterfrau, die alles hinterfrage und ein grosses Gespür für Menschen und Geschichten habe. «Sie denkt ausserhalb der Normen und liebt spektakuläre Umsetzungsformen.» Die freischaffende Zuger Theaterregisseurin Karin Arnold freut sich sehr über die grosse Ehre: «Der Preis verschafft mir extrem Zeit und viele Möglichkeiten für mein Langzeitprojekt im Bereich der Kommunikation. Ich bin interessiert an Menschen, was sie tun oder nicht.» Das Theater schätze sie, weil sie gerne im Kollektiv arbeite. Während sie früher in den Theaterräumen gearbeitet habe, gehe sie heute eher raus. Zudem hebe sie gerne die Grenze zwischen der Bühne und den Zuschauern auf. «Ich habe diverse Interessen, nun gilt es auszuprobieren. Wohin das führt, weiss ich nicht», sagt sie und lacht.

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