GALVANIK: Nach Brand: «Viel ist nicht übrig geblieben»

Die Betreiber des Kulturzentrums Galvanik hatten ein volles Programm für die Saison ausgearbeitet. Am Sonntag ging ihre Arbeit in Flammen auf.

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Flammen, über 650 Grad Hitze und das Löschwasser - die Galvanik ist schwer beschädigt worden. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Flammen, über 650 Grad Hitze und das Löschwasser - die Galvanik ist schwer beschädigt worden. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

«Ich stehe noch unter Schock», sagt Carola Breitschmid, Präsidentin der IG Galvanik. In langer Arbeit hatte die IG ein Programm für die letzte Saison der alten Galvanik ausgearbeitet. 

Denn Anfang kommenden Jahres wird das Jugendkulturzentrum zwecks Umbau geschlossen. Nun ist alles anders gekommen.
 
Am Sonntagmorgen um 4.15 Uhr ging ein Notruf bei der Zuger Polizei ein: Es brennt in der Galvanik an der Chamerstrasse. «Das Feuer ist vermutlich in der Garderobe ausgebrochen», sagt Breitschmid. «Als es die Mitarbeiter bemerkt haben, war es schon zu spät – es hat sich zu schnell ausgebreitet.»

40 Menschen im Gebäude
Die Freiwillige Feuerwehr konnte den Brandherd rasch unter Kontrolle bringen und so ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern. Der Brand ist im Verlauf des Vormittags komplett gelöscht worden. 

«Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde», sagt die Präsidentin. Beim Ausbruch waren noch über 40 Besucher und Mitarbeiter im Haus. Alle konnten das Gebäude durch die Notausgänge verlassen. Breitschmid ist erleichtert: «Das Sicherheitskonzept hat funktioniert, alles lief sehr schnell und ohne Panik ab.»

Brandursache noch nicht geklärt
Laut Marcel Schlatter, Pressesprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, stehe die Brandursache noch nicht fest. «Das Gebäude war in einem schlechten Zustand, da kommen viele Möglichkeiten in Betracht.» 

Die IG Galvanik steht jetzt vor dem Nichts. «Wir hatten die Erlaubnis, das Gebäude noch bis Ende Jahr zu nutzen und schon alle Wochenenden sowie alle Donnerstage verplant – wir wissen nicht, wo wir das Programm jetzt durchführen sollen», sagt die Präsidentin der IG.

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.

Bei einem Blick ins Innere des Gebäudes wird das Schadenausmass eindrücklich sichtbar. (Bild Feuerwehr Zug)