Gaumenfreuden aus aller Welt im Chamer Hirsgarten

Das World Food Festival war in Cham zu Gast. Die mobilen Küchen sorgten für ein breites Angebot exotischer Köstlichkeiten.

Hansruedi Hürlimann
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Spezialitäten aus aller Welt konnte man am Festival degustieren. (Bild: Jakob Ineichen, Cham, 3. August 2019)

Spezialitäten aus aller Welt konnte man am Festival degustieren.
(Bild: Jakob Ineichen, Cham, 3. August 2019)

Ergiebige Regenschauer erschwerten am Freitagabend die Eröffnung der zweiten Ausgabe des World Food Festivals im Chamer Hirsgarten. Trotz der unsicheren Witterung kamen aber zusehends mehr Besucher aufs Festgelände am See, wo sie von gut zwei Dutzend Anbietern erwartet wurden.

«Authentische Köchinnen und Köche verzaubern die Gäste mit Düften und Geschmäckern aus ihrer Heimat», so lautete die Ankündigung des Veranstalters, der PP Event GmbH, aus dem bernischen Gwatt.

Kulinarische und soziale Aspekte

Von dem auch bei uns verbreiteten Hotdog über griechische Spezialitäten bis hin zum argentinischen Lomo und dem wohl weniger bekannten Momo aus dem Tibet waren Gerichte rund um den Globus vertreten. Darunter waren auch Süssigkeiten, wie zum Beispiel echte britische Fudges, die in grosser Auswahl auf einem originellen Gefährt verkauft wurden. Als Gast konnte man die Zubereitung der Gerichte live mitverfolgen, bevor man zugriff und sich an einen der vielen Tische setzte, die zwischen den mobilen Restaurants aufgestellt waren. Ein sogenannter Probierpass, den man vergünstigt erwerben konnte, ermöglichte die Degustation bei drei Anbietern. Mit dem Konzept der multikulturellen Küche will der Veranstalter «den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern».

Das galt auch für jene Köchinnen und Köche, die ihren Gästen gerne Auskunft erteilten, sofern es der Kundenandrang erlaubte. Wie zum Beispiel Pascal Hasler aus Lichtenstein, der sich erstmals für einen Standplatz in Cham beworben hatte. Mit seiner selbst konzipierten schmucken Kaffeebar war er schon an verschiedenen Anlässen in der Schweiz vor Ort. Allerdings bei solchen auf belebten Plätzen mit Passanten oder mit einem Rahmenprogramm. Er war deshalb etwas skeptisch, wie viele Besucher allein wegen des Streetfoods an den See kommen würden.

Wetter als grösster Unsicherheitsfaktor

Zum Glück gab es auch solche, die zufällig vorbeikamen. Wie Pius Nietlispach, der eigentlich in die Villette wollte, dann aber im Hirsgarten «hängenblieb». Tobias Schuster von der Firma Sun Production, die im Auftrag des Veranstalters die Infrastruktur erstellte, lobte das grosszügige Platzangebot und die einmalige Lage am See. Was den Besucheraufmarsch angehe, sei das Wetter der grösste Unsicherheitsfaktor, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Nachdem der Regen am Freitagabend aufgehört hatte, bildeten sich bereits die ersten Schlangen vor den Essensständen und die Tische und Bänke waren immer besser besetzt.