Gebäudesanierung wegen radioaktivem Gas

Der Kanton Zug hat in den vergangenen zwei Jahren bei 306 Schulanlagen und öffentlichen Gebäuden Radon-Messungen durchgeführt. In zwei Gebäuden müssen Radon-Sanierungen vorgenommen werden.

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In beiden Fällen seien die erhöhten Radonwerte in Werkräumen gemessen worden, heisst es in der Mitteilung der kantonalen Gesundheitsdirektion. Die betroffenen Räume müssten nun entweder saniert oder umgenutzt werden.

Insgesamt hat das Amt für Verbraucherschutz 591 Messungen in Wohn- und Aufenthaltsräumen in 306 Gebäuden vorgenommen. Davon entfielen 84 Prozent auf öffentliche oder private Schulen, Kindergärten sowie Jugendeinrichtungen sowie je 8 Prozent auf Büro- und Werkgebäude sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Tiefere Grenzwerte

Radon ist ein radioaktives Gas, das aus dem Erdreich durch undichte Stellen der Gebäudehülle eindringt und Lungenkrebs verursachen kann. Laut der Gesundheitsdirektion wurde das Radonrisiko bisher unterschätzt.

Im Rahmen der laufenden Revision der Strahlenschutzverordnung empfehle das Bundesamt für Gesundheit deshalb, künftig den maximalen Grenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) nicht zu überschreiten. Heute gilt für Wohn- und Aufenthaltsräume ein Richtwert von 1000 Bq/m3.

Die Zuger Radon-Kontaktstelle bietet deshalb für die Wintersaison 2011/2012 Nachmessungen bei Gebäuden an, deren Konzentration über 300 Bq/m3 lag. Durch eine zweite Messung könne die örtliche Situation besser beurteilt und die Gebäude könnten mit gezielteren Massnahmen saniert werden, schreibt die Gesundheitsdirektion.

sda/ks