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Gebiet Unterfeld Süd in Baar: Fortschritt mit Babyschritten

Der Baarer Gemeinderat hat nach der Unterfeld-Pleite an der Urne das Projekt noch einmal aufgegleist.
Marco Morosoli
Das Modell zeigt die Umrisse der Gebäude, die künftig auf dem Gebiet Unterfeld Süd (rechts im Bild) entstehen werden. Links im Bild ist das Unterfeld Nord zu sehen. (Bild: Rahel Hug, Baar, 14. Januar 2019)

Das Modell zeigt die Umrisse der Gebäude, die künftig auf dem Gebiet Unterfeld Süd (rechts im Bild) entstehen werden. Links im Bild ist das Unterfeld Nord zu sehen. (Bild: Rahel Hug, Baar, 14. Januar 2019)

Lange Jahre hat in Baar ein ehernes Gesetz bei Bauprojekten gegolten: Es kostet ein Baar und kommt beim Souverän durch. Einzig über den Geldwert dieses Baars hat nicht immer Einigkeit geherrscht. Wohl deshalb war der Baarer Gemeinderat konsterniert gewesen, nachdem das Projekt Unterfeld an der Urne durchrasselte.

Aber hadern wollten die Verantwortlichen nicht, vielmehr gab es einen runden Tisch zwischen den Exponenten aus den Gemeinden Baar und Zug. Dieses Gremium kam letztlich zum Schluss, einen zweiten Versuch zu wagen. Der Entscheid zum Neustart folgte im Herbst 2017. Wichtig war den Beteiligten, die Meinung der Bevölkerung bereits in einem frühen Stadium abzuholen. Es gab Workshops für ein grösseres, politisch austariertes Gremium. Dieses wurde von Vertretern von Interessengruppen komplettiert. Daraus entstand letztlich ein neuer Quartiergestaltungsplan für das Unterfeld Süd. Das Areal liegt nun in seiner ganzen Grösse nur auf Baarer Boden.

Ergebnisse des Workshops eingebaut

Der neue Baarer Bauchef Jost Arnold packt an. Gefragt, wie es um das Projekt Unterfeld Süd derzeit steht, legt er gleich los und sagt: «Die Unterlagen zum Quartiergestaltungsplan haben wir der Baudirektion des Kantons Zug Mitte Juli zur Vorprüfung übergeben.» Dieser Prüfungsprozess sollte, so sagt Arnold, in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein.

Im Quartiergestaltungsplan, welcher der Baudirektion übermittelt worden ist, sind die Ergebnisse der Workshops bereits eingearbeitet. Der Baarer Bauchef ist mit dem Prozess, wie er bisher abgelaufen ist, sehr zufrieden: «Es gab rege Diskussionen, und wir erhielten auch gute Rückmeldungen.» Von negativen Äusserungen weiss Arnold aktuell nichts.

Vorausgesetzt, die Baudirektion hält sich an den Fahrplan des Bauchefs, könnte bereits im Oktober die nächste Informationsveranstaltung für die Bevölkerung anberaumt werden. Sind alle allfälligen Vorgaben aus dem Prozess der Vorprüfung in den Quartiergestaltungsplan überführt, ist der nächste Schritt fällig. Jost Arnold rechnet damit, dass dies bis Ende November erledigt sein dürfte. Dann ist der Baarer Gemeinderat erneut am Zug. Jost Arnold sagt: «Die erste Lesung findet am 7. Januar 2020 statt.» Dieser Umstand lässt darauf schliessen, dass die Baarer Gemeinderäte über die Weihnachtstage schwere Kost zu sich nehmen werden.

Der Bauchef ist zuversichtlich

Bereits am 18. Februar 2020 diskutiert der Gemeinderat zum zweiten Mal über die vorgenannten Papiere. Jost Arnold ist zuversichtlich, dass am 17. Mai 2020 über das Entwicklungsprojekt im Baarer Süden abgestimmt werden kann. Gelingt dies, würden zwischen der Neulancierung des Projektes und dem positiven Urnengang gerade mal rund zweieinhalb Jahre vergangen sein. Ein atemberaubendes Tempo und wohl auch die Wiederherstellung der Baarer Verhältnisse, wie sie ehedem waren.

An der Urnenabstimmung im Februar 2017 nahmen die Baarer wohl den Zonenplan und die Bauordnung an, aber beim Bebauungsplan zeigte der Daumen nach unten. Bei dieser Konstellation war gleich das ganze Paket reif für den Papierkorb. Damit zogen die Baarer Stimmbürger auch den Zuger Teil des Projekts, welcher dort angenommen wurde, mit in den Abgrund.

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