GEBÜHRENORDNUNG: Stadt zieht Schraube an – Klub soll zahlen

Zug United muss in der Stadt Zug künftig Miete zahlen. Der Verein wehrt sich – und ändert seine Statuten.

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Die Sporthalle Zug wird von den Zuger Vereinen stark frequentiert. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Die Sporthalle Zug wird von den Zuger Vereinen stark frequentiert. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Nach den Fröschen aus Ägeri ist es nun der Unihockeyverein Zug United, der sich über die neue Gebührenordnung der Stadt Zug ärgert.

Mehr noch. Wie einer Pressemeldung zu entnehmen ist, sorgt er sich gar um seine Zukunft: Das Spitzenunihockey im Kanton Zug stehe «vor dem finanziellen Aus». Wo liegt das Problem? «Zug United ist kein Stadtzuger Verein, sondern ein kantonaler Verband», antwortet Stadtrat Hans Christen, der Chef des Finanzdepartements.

Retourkutsche für den ZFA
Ob denn das Ganze etwas mit der Mehrbelastung durch den Zuger Finanzausgleich (ZFA) zu tun habe? «Indirekt schon», bestätigt Stadtrat Christen. Er habe schon vor der ZFA-Abstimmung vor den Konsequenzen gewarnt. Die Vertreter der Gemeinden im Kantonsrat hätten sie ignoriert und der Stadt Mehrauslagen in Millionenhöhe auferlegt: «Jetzt muss Zug solche Gebühren und Zentrumslasten weiterverrechnen.» Christen will die Stadtzuger Vereine weiterhin bevorzugen: Sie hätten auch künftig keine Mieten zu bezahlen.

Opfer des politischen Ränkespiels sind die Vereine aus den Gemeinden, die bislang von der Grosszügigkeit der Stadt profitieren konnten. Frosch Ägeri als Ägerer Verein muss künftig tief in die Taschen greifen, wenn er das städtische Schwimmbad Loreto zum Trainieren benutzen will. So klar wie im Fall der Frösche aus dem Ägerital ist die Sache bei Zug United nicht. «Wir sind ein Stadtzuger Verein», widerspricht Präsident Franz Gemperle der Aussage Christens. Man habe dem Stadtrat bereits ein Dokument geschickt, das dies beweise.

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.