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Leserbrief

Gedanken zur aktuellen Klimadebatte

«Klima als wichtiges Thema, oder ist alles Klimatheater?», Ausgabe vom 1. Oktober

Der Artikel von alt CVP-Kantonsrat Konrad Studerus hat mich zum Nachdenken veranlasst. Ich zähle zwar zu den geschilderten über Siebzigjährigen, kann mich jedoch mit dem belehrenden Ton des Verfassers nicht anfreunden. Das angesprochene Thema im letzten Abschnitt aber – das Wachstum der Weltbevölkerung – gibt auch mir zu denken.

1960 lebten etwa 3,5 Milliarden Menschen auf der Welt. Heute sind es rund 7,6 Milliarden. Und bis 2100 sollen es laut Prognosen nochmals drei bis vier Milliarden mehr sein. Gleichzeitig hat sich die Menschheit mittels Klimaschutzabkommen verpflichtet, den Ausstoss der Treibhausemissionen zu reduzieren. Doch wie passen die Klimaziele mit einer rasant wachsenden Weltbevölkerung zusammen? Ist das Bevölkerungswachstum mitschuldig am Klimawandel?

Auf lange Sicht schätze ich den Einfluss des Bevölkerungswachstums auf das Klima als beträchtlich ein. Als noch grösserer Treiber des Klimawandels erachte ich die Industrialisierung und die damit einhergehende Veränderung unseres Lebensstils. Die Frage, ob der Planet für eine beliebig hohe Zahl von Menschen reicht oder nicht, ist so betrachtet zu verknüpfen mit der Feststellung, dass nicht generell weniger Menschen das Problem lösen, sondern weniger Menschen, die auf Kosten unserer Zukunft leben. Wir haben nur eine Erde und begrenzte Ressourcen. Es ist eine Frage der Nachhaltigkeit. Wir wünschen uns eine lebenswerte Welt. Dafür ist nicht allein die Zahl der Menschen entscheidend, sondern die Art, wie sie leben. Darüber müssen wir reden.

Max Mahlstein, Menzingen

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