Leserbrief

Gedanken zur aktuellen Situation und zum Umgang mit dem Coronavirus

Zur Coronapandemie

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Zwei Schlagzeilen von letzter Woche: «1077 positiv getestete Personen, 10 Hospitalisierte und 2 Todesfälle» und «Regierungsrat Martin Pfister verordnet ab Samstag Maskenpflicht» in allen Läden. Einer der triftigsten Gründe für diese Massnahme – so stehts geschrieben – ist, dass Personen mit einem erhöhten Risiko wieder sicher einkaufen können. So weit, so gut. Wer aber schützt all die Leute, die nicht an Corona erkrankt sind, sondern wegen Angstzuständen und psychischen Problemen Hilfe in Anspruch nehmen müssen? Es sind dies nicht wenige! Viele müssen um ihre Stelle bangen, einige haben eine Existenz aufgebaut und stehen vor einem Scherbenhaufen, Künstler werden – wenn überhaupt – nur bescheiden unterstützt und Sportvereine sind nicht sicher, ob sie über die Runden kommen. Viele Leute lässt man mit ihrer Angst allein. Eine weitere Schlagzeile stach mir ins Auge: «Ein Skandal, der einer ist». Gemäss diesen Zeilen wehrt sich der Bundesrat seit 10 Jahren das Medikament «Avastin» in der Schweiz zuzulassen. Nur das teurere «Lucentis», das gegen Altersblindheit eingesetzt wird, ist vom Bund zugelassen. Beide Produkte stammen aus dem Hause Roche. Es steht zudem geschrieben, dass das billigere Präparat ebenso gut sei, 13-mal günstiger ist und wenn es Ärzte verschreiben dürften, könnte man 80 Millionen jährlich einsparen. Jedermann weiss, dass die Krankenkassenprämien kontinuierlich steigen. Aber solche Einsparungen werden nicht angegangen. Wieso dem so ist, das hätte ich Bundesrat Berset gerne gefragt, als er letzte Woche in Zug weilte. Ein Bild auf der Frontseite meiner Tageszeitung zeigt das Zusammentreffen mit Regierungsrat Pfister. Die Legende dazu teilt mit, dass die beiden sich über die Coronapandemie ausgetauscht haben und – man höre und staune – die Firma Roche besuchten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… Gerne hätte ich auch um eine Erklärung gebeten zur Tatsache, dass die Fallzahlen im Frühsommer – als weder im ÖV noch in den Läden eine Maskenpflicht bestand – während längerer Zeit unter 100, ja sogar zeitweise bei 20 positiv getesteten Personen lagen. Heute, mit Maskenpflicht, steigen die Zahlen über 1000.

Monica Fabbri, Zug


Das Jahr 2020 ist geprägt von Corona, einem Virus, bekannt unter Covid-19. Es gibt aber gewisse Aussagen von Virologen und WHO, dass dieses Virus schon viel älter ist und schon beinahe eine Milliarde Menschen infiziert haben könnte, was seine Gefährlichkeit herunterstufen würde. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die Gefährlichkeit des Virus nicht im Verhältnis dazu steht, wie von der Politik Massnahmen unternommen werden. Weltweit stützen sich viele Staaten mit ihren Pandemiegesetzen auf die Empfehlungen der WHO. Grundsätzlich wären sie jedoch autonom. Weltweit erreicht Covid-19 seinen Höhepunkt jeweils während der normalen Grippesaison, und Nachforschungen haben gezeigt, dass ein Grossteil der Verstorbenen bereits vorerkrankt und älter war, also ein sehr geschwächtes Immunsystem hatte. Die Gefährlichkeit zu beurteilen möchte ich den Ärzten überlassen, aber sicher nicht Virologen, Epidemiologen, Organisationen, Ämtern und schon gar nicht der Politik. Zwischenzeitlich ist die Sterblichkeitsrate massiv gesunken. Heute werden nicht mehr die immunschwachen, sondern die immunstarken Leute infiziert, was auch darauf schliessen lässt, dass das Virus nicht diese Gefährlichkeit hat, wie immer wieder vermittelt wird. Ansteckungsrisiken zu vermeiden und Risikopersonen zu schützen, ist durchaus richtig. Also es wäre schon immer ratsam gewesen, bei übertragbaren Krankheiten wie Grippe oder Erkältung seine Mitmenschen zu schützen, indem die erkrankte Person zum Beispiel eine Maske trägt oder immunschwache Personen sich gegen Ansteckungsrisiken schützen. Es kann aber nicht sein, die Grundrechte, den Wohlstand und die Freiheit der ganzen Menschheit einzuschränken. Es muss nicht hinterfragt werden, ob Covid-19 existiert, denn dies ist wissenschaftlich bewiesen. Die Frage stellt sich nur, ob diese Politiker die Pandemiegesetze auch gelesen haben und sie nicht zu ihrem eigenen Vorteil der Macht missbrauchen, denn es steht auch darin «zum Schutz der Wirtschaft». Mit allen Entscheidungen des Bundesrates zum angeblichen Schutz der Gesundheit hat er bewiesenermassen den Schutz der Wirtschaft ignoriert und massiv geschwächt. Mit dem Diktat der Quarantänepflicht für die ständig ändernde Risikoländerliste wird dem Bürger sowie der Wirtschaft zusätzlich ein finanzieller Schaden zugeführt und die Erholung eingeschränkt, die es bräuchte für ein gesundes Immunsystem. Zwischenzeitlich haben wir weltweit einen Flickteppich. Covid-19 ist nicht der einzige Faktor zum Wohl und der Gesundheit des schweizerischen Volkes und der Menschheit. Zum Wohl der Gesundheit braucht es auch die Erholungsmöglichkeit, Zufriedenheit, ein gesundes Zusammenleben anstatt des heutigen gegenseitigen Misstrauens, Motivation und stabile Planbarkeit, um Ziele erreichen zu können. Es zeigt sich, dass eine solche Krise weltweit weder von der WHO noch von den Virologen und Epidemiologen und schon gar nicht von der Politik erfolgreich geführt, geschweige denn gelöst wird. Im Moment muss man sicher eher fragen, wie wir uns vor machtgierigen Politikern anstatt vor Covid-19 schützen müssen.

Orlando Chiesa, Menzingen