GEDENKTAG: Kanton Zug gedenkt der Opfer von Attentat

Mit einem Gottesdienst und läutenden Kirchenglocken hat der Kanton Zug am Samstag der Opfer des Attentats vom 27. September 2001 gedacht. An jenem Tag hatte ein schwer bewaffneter Mann den Parlamentssaal gestürmt und ein Blutbad angerichtet.

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Die Gedenkstätte «Einschnitt» beim Regierungsgebäude wird am Jahrestag mit Blumen geschmückt. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Gedenkstätte «Einschnitt» beim Regierungsgebäude wird am Jahrestag mit Blumen geschmückt. (Bild: Archiv Werner Schelbert / Neue ZZ)

In der Stadtkirche St. Oswald fand am Vormittag des Gedenktags ein öffentlicher ökumenischer Gottesdienst statt. Damit sollte "ein Zeichen der Würdigung der Opfer" gesetzt und die Anteilnahme gegenüber allen Betroffenen" ausgedrückt werden, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung zum Gedenktag schreibt.

Am Mittag läuteten im ganzen Kanton die Kirchenglocken und auf dem Zuger Regierungsgebäude wehte die Fahne auf Halbmast. Die Gräber der Getöteten und die Gedenkstätte beim Regierungsgebäude wurden speziell geschmückt.

Auch in den kommenden Jahren soll laut Regierungsrat jeweils ein Gedenkanlass stattfinden. Späteren Generationen solle er auch Mahnung sein, dass die Gemeinschaft im Allgemeinen und der Staat im Besonderen Gewalt nicht tolerierten.

An jenem Septembertag vor 13 Jahren war Friedrich Leibacher während der Kantonsratssitzung in den Parlamentssaal eingedrungen. Er erschoss 14 Personen und verletzte 15 weitere, einige davon schwer. Schliesslich erschoss sich der Attentäter selbst. (sda)