Gefährlicher Blindflug eines faulen Autofahrers

In Baar hat ein Autofahrer anscheinend auf übersinnliche Sehfähigkeit gezählt. Er kurvte mit seinem eisbedeckten Auto durch die Gegend, bis ihn die Polizei zufällig stoppte.

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So kurvte der Zuger durch die Gegend. (Bild: Zuger Polizei)

So kurvte der Zuger durch die Gegend. (Bild: Zuger Polizei)

Der 32-jährige Mann fiel einer Patrouille am Mittwochmorgen unmittelbar neben einer Schule im Gebiet Schutzengel in Baar auf. Er hatte es gänzlich unterlassen, die Scheiben seines Autos vor der Wegfahrt freizukratzen, wie die Zuger Polizei mitteilt. Der Lenker war trotzdem überzeugt, dass die Sicht ausreiche, wie er gegenüber der Polizisten betonte. Der Lenker muss sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten und muss mit einem Führerausweisentzug rechnen.

Die Zuger Polizei erinnert daran: Die Frontscheibe sowie die vorderen Seitenscheiben müssen vor der Abfahrt komplett von Schnee und Eis befreit werden. Ausserdem muss der Blick in die Aussenspiegel stets gewährleistet sein. So verlangt es das Strassenverkehrsgesetz. Wer nur mit einem Guckloch unterwegs ist oder gar mit komplett vereisten Scheiben fährt, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Ein solches Verhalten gilt als grobfahrlässig und hat einen Führerausweisentzug und eine Busse von mindestens 200 Franken zur Folge. Die Zuger Polizei appelliert an die Eigenverantwortung. Um schweren Unfällen vorzubeugen, soll man sich zwingend die nötige Zeit nehmen und erst losfahren, wenn das Fahrzeug betriebssicher ist – also frei von Schnee und Eis.

Das gilt genauso fürs Autodach und Lastwagenblachen. Denn während der Fahrt kann sich Eis und Schnee lösen. Herunterfallende Eisbrocken können die Fahrbahn blockieren und für nachfolgende Fahrzeuge gefährlich werden.

pd/rem