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Sprungturm im Ägerisee muss ersetzt werden

Eine Sicherheitskontrolle attestierte dem Sprungturm Mängel. Nun ist er gesperrt – aber nur teilweise.
Christopher Gilb
Nicht alle Besucher des Freibads halten sich wie diese zwei Buben an das Verbot, von der Fünfmeterplattform ins Wasser zu springen. Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 9. Juli 2019)

Nicht alle Besucher des Freibads halten sich wie diese zwei Buben an das Verbot, von der Fünfmeterplattform ins Wasser zu springen. Bild: Stefan Kaiser (Oberägeri, 9. Juli 2019)

Die Sicherheitsgeländer nicht hoch genug, das Wasser für einen Sprung aus fünf Metern Höhe nicht tief genug, die Länge der oberen Plattformen zu ähnlich, sodass die Gefahr besteht, dass der eine Springende auf den anderen fällt. Das sind einige der Mängel, die ein Bericht der Beratungsstelle für Unfallverhütung zum Sprungturm im Ägerisee aufführt. Dieser war bereits Teil der alten Badi und wurde dann im Rahmen des Baus des im Herbst 2018 eröffneten Ägeribads Teil des neuen, eintrittsfreien Freibads in Gemeindebesitz.

«Weil das Freibad nun in den öffentlichen Besitz übergangen ist, liessen wir auch eine Sicherheitsüberprüfung der kompletten Anlagen durchführen», erinnert sich Rudolf Halter, Leiter der Abteilung Bau und Sicherheit der Gemeinde Oberägeri. «Diese brachte dann beim Sprungturm relativ viele unerwartete Sicherheitsmängel zu Tage.»

Auf eigene 
Gefahr

Denn während anderes saniert wurde, hatte man den Sprungturm einfach belassen. «Wir gingen davon aus, das damit alles in Ordnung ist, und haben unsere Priorität aufs Hallenbad und die umliegenden Anlagen gelegt», rechtfertigt Rudolf Halter das Vorgehen.

Die Konsequenz ist nun, dass die beliebte Fünfmeterplattform diese Saison gesperrt bleibt. Hingewiesen wird darauf mit einem Verbotsschild. «Die Dreimeterplattform und das Einmeterbrett konnten wir aber provisorisch öffnen, da wir diese beispielsweise durch das Anbringen eines höheren Geländers den Sicherheitsbestimmungen anpassen konnten.»

Bei der Fünfmeterplattform sei dies aber unter anderem wegen des Problems mit der Wassertiefe nicht gegangen. Respektiert wird dies aber nicht von allen. Gerade dann, wenn keine Badeaufsicht stattfindet, beobachten Ortsansässige, wie manch Springfreudiger das Verbotsschild ignoriert und doch aus fünf Metern Höhe ins Wasser springt. «Das wurde uns auch schon gemeldet, bestätigt Rudolf Halter. «Wir haben aber die offiziellen Öffnungszeiten und wer diese und die Sicherheitsrichtlinien nicht respektiert, tut dies auf eigenes Risiko, da können wir auch nichts machen.»

Neuer Sprungturm 
geplant

Für die Badeaufsicht während der Öffnungszeiten im Freibad ist das Ägeribad zuständig. Herrscht schönes Wetter, ist die Fahne oben und ein Bademeister steht im Einsatz. Während der Öffnungszeiten habe es bisher keine Vorfälle am gesperrten Sprungturm gegeben, heisst es beim Bad auf Nachfrage.

Auf die nächste Saison hin soll ein komplett neuer Sprungturm zur Verfügung stehen. «Derzeit laufen die Abklärungen zu den zu erwartenden Kosten», so Rudolf Halter. Geplant ist, an einer der nächsten Gemeindeversammlungen dann den Kredit dafür zur Abstimmung zu bringen. Dieser Sprungturm soll sich etwas weiter draussen im See befinden, sodass man sich auch von der Fünfmeterplattform wieder unbedenklich ins kühle Nass stürzen kann.

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