Gefühlsschwankungen bei den Zugerinnen nach Sieg und Niederlage

Der Auftakt in die NLA-Saison ist Zug United misslungen, dennoch gibt es positive Erkenntnisse. Im Cup feiert das Team hingegen ein Schützenfest.

Micheline Müller
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Olivia Herzog (am Ball) trifft im Cup fünf Mal. (Bild: Werner Schelbert)

Olivia Herzog (am Ball) trifft im Cup fünf Mal. (Bild: Werner Schelbert)

Im Spiel gegen Berner Oberland war klar, dass die Zugerinnen für einen Sieg eine Topleistung abrufen mussten. In den ersten Spielminuten wurden die Zugerinnen allerdings überrannt und so stand es nach 5 Minuten bereits 2:0 für das Heimteam. In der 14. Minute mussten die Innerschweizerinnen in Unterzahl agieren, konnten jedoch einen weiteren Gegentreffer dank solider Boxplays verhindern. Die Zugerinnen kamen in der Folge nicht richtig ins Spiel und diverse Zuteilungsfehler führten immer wieder zu gefährlichen Situationen vor dem eigenen Tor. Nach einem Doppelschlag hiess es noch vor der ersten Pause bereits 4:0 – die Vorentscheidung auf dem Weg zu einem 8:3-Erfolg. Für Zug trafen die Tschechin Tvrznikova sowie zweimal Bösch.

Zugs Captain Bichsel sagte: «Wir legten einen schwachen Start hin, da wir unseren Plan nicht richtig umsetzen konnten. Das Team konnte sich dann aber fangen und hat im zweiten und dritten Drittel eine immer bessere Leistung gezeigt. Darauf müssen wir nun aufbauen.» Am kommenden Samstag, 22. September, besteht die Chance, in der Begegnung mit Frauenfeld unter Beweis zu stellen, ob das geklappt hat (20.00, Sporthalle).

21 Treffer im Cup

Tags darauf bestritten die Zugerinnen den Sechzehntelfinal im Schweizer Cup gegen den Zweitligisten Richterswil. Es war eine einseitige Angelegenheit für den NLA-Club – 21:1. Zu Beginn spürte man allerdings etwas Unsicherheit aus dem Vortag im Zuger Spiel. Bis zur 8. Minute fiel kein Tor. Und nach 40 Minuten hiess es trotz des Niveauunterschieds «erst» 7:1. Doch dann liessen die Kräfte bei den nur mit elf Spielerinnen angetretenen Gastgebern nach. Nicht weniger als elf Zugerinnen erzielten mindestens ein Tor – am meisten gingen mit fünf auf das Konto von Herzog.