Leserbrief
Gegen Klimaerwärmung gibt es keine Impfung

«Sorgenfrei an die frische Luft», Ausgabe vom 28. März

Merken
Drucken
Teilen

Die Sonderseite Mobil vom Samstag passt wie eine Faust aufs Auge – viele Gedanken machen sich die Verantwortlichen jedenfalls nicht, denn: Der beschriebene «heisse Ofen» am Ofenpass steht da vor schneebedeckter Kulisse. Aber gerade diese sogenannten Sportwagen tragen durch ihren hohen Spritverbrauch erheblich zur Klimaerwärmung bei – schneearme Winter werden bekanntlich zur Regel. Ich zweifle stark daran, dass die «sportlichen» Fahrer nur schon 20 Liegestützen schaffen. Aber diese Cabriofahrenden freuen sich, «sorgenfrei» an der frischen Luft zu hocken, währenddem sie rein zum Plausch Kilometer verbraten sowie Lärm und Abgase produzieren. Niemand benötigt 420 PS unter dem «Füdli», um sich von A nach B zu bewegen, und der sechsstellige Preis eines solchen Boliden wirkt angesichts der aktuellen Tatsache, dass unzählige Menschen nicht wissen, wie sie den nächsten Monat finanziell über die Runden bringen, geradezu zynisch. Vielleicht kommt es der Autobranche und den Medien-Redaktionen nach der Virusepidemie wieder in den Sinn, dass eine ernst zu nehmende Klimaerwärmung im Gange ist, und dass es dagegen nie eine Impfung geben wird, sondern dass sie einzig und allein durch menschliches Verhalten beeinflusst werden kann.

Ueli Krasser, Hagendorn