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Gegen Lärmschutzprojekt in Baar regt sich Widerstand

Der Kanton Zug plant auf der Blickensdorferstrasse in Baar verschiedene Lärmschutzmassnahmen, so etwa einen Flüsterbelag und Schutzwände. Gegen das Vorhaben sind zahlreiche Einsprachen eingegangen.
Livio Brandenberg
An der Blickensdorferstrasse in Baar sollen auf dem Abschnitt Weststrasse-Bachtalen Lärmschutzmassnahmen umgesetzt werden. Bild: Stefan Kaiser (15. Mai 2018)

An der Blickensdorferstrasse in Baar sollen auf dem Abschnitt Weststrasse-Bachtalen Lärmschutzmassnahmen umgesetzt werden. Bild: Stefan Kaiser (15. Mai 2018)

Vor rund einem Monat gab der Kanton Zug bekannt, dass er an der Grabenstrasse in der Stadt Tempo 30 einführen will. Hintergrund: Der Lärm für die angrenzenden Bewohner soll minimiert werden. Auch in Baar plant der Kanton Lärmschutzmassnahmen, konkret auf dem Abschnitt Weststrasse bis Bachtalen der Neugasse und Blickensdorferstrasse. Im Rahmen des Lärmsanierungsprojekts Baar ist auf diesem Abschnitt der Einbau eines lärmmindernden Belags und punktuell von Lärmschutzwänden geplant. Dies ist dem Projektentwurf des kantonalen Tiefbauamts zu entnehmen, der bis am 25. April öffentlich auflag.

Nun regt sich gegen die vorgesehene Sanierung Widerstand, wie Arnold Brunner, Generalsekretär der Zuger Baudirektion, auf Anfrage sagt: «Gegen das Projekt sind knapp 20 Einsprachen eingegangen, auf die wir wegen des laufenden Verfahrens materiell allerdings nicht näher eingehen können.» Die Baudirektion werde jetzt die Einsprachebehandlung an die Hand nehmen, welche schliesslich in eine Sanierungsverfügung des Baudirektors mit Einspracheentscheiden münden werde, so Brunner. «Anschliessend wird den Parteien der Rechtsmittelweg offenstehen. Der zeitliche Ablauf und die Dauer des Verfahrens können deshalb zurzeit nur schwer abgeschätzt werden.»

Über 50 Liegenschaften betroffen

Gemäss der eidgenössischen Lärmschutzverordnung muss die Sanierung von Kantonsstrassen im Kanton Zug bis spätestens im Jahr 2018 abgeschlossen sein. Die Reihenfolge bei der Bearbeitung der sanierungspflichtigen Strassenabschnitte richtet sich im Kanton nach der Anzahl Betroffenen und dem Ausmass der Immissionsgrenzwertüberschreitung, wie die Baudirektion im Projektentwurf schreibt. Entlang der Neugasse/Blickensdorferstrasse seien mehr als 50 Liegenschaften von übermässigen Lärmbelastungen betroffen. Darum habe man die lärmtechnische Situation auf dem Abschnitt Weststrasse bis Bachtalen untersucht und in einem Lärmsanierungsprojekt festgehalten. Das Resultat: Die Immissionsgrenzwerte bei den exponiertesten Gebäuden im Einflussbereich der Neugasse/Blickensdorferstrasse seien überschritten. Damit sei der gesamte Abschnitt von der Weststrasse bis zur Bachtalen sanierungspflichtig.

Lärmsanierung Neugasse/Blickensdorferstrasse

Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Verkehrsbelastung auf genanntem Strassenabschnitt in den letzten Jahren zugenommen habe, schreibt die Baudirektion weiter. Und auch in Zukunft sei «aufgrund der Siedlungsentwicklung in Baar und der Mobilitätszunahme eine weitere Steigerung der Verkehrsbelastung zu erwarten». Um nicht in wenigen Jahren erneut sanierungspflichtig zu werden, sei bei der Ermittlung der massgebenden Lärmbelastung die Verkehrszunahme bis zum Jahr 2030 berücksichtigt worden.

Wie Arnold Brunner sagt, seien allerdings auch «teilweise Sanierungserleichterungen» vorgesehen. Solche Erleichterungen können in folgenden Fällen erteilt werden: Wenn der Aufwand und der Ertrag einer Sanierung in einem Missverhältnis zueinander stehen oder wenn eine Interessenabwägung gegen eine Lärmschutzmassnahme spricht, etwa, weil eine entsprechende Schutzwand das Ortsbild beeinträchtigen würde.

Ebenfalls nicht vorgesehen ist eine Tempo-30-Zone, da eine solche auf diesem Strassenabschnitt kaum akzeptiert werden würde. Um eine Lärmreduktion auf der ganzen Länge zu erzielen, wären laut Baudirektion mehrere bauliche Massnahmen wie Verengungen sowie Rampen erforderlich. Derart einschneidende Massnahmen seien aus betrieblichen Gründen jedoch nicht realisierbar, da der Streckenabschnitt auch von Bussen (Linie 32) und Postautos befahren wird.

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