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Geltwil senkt den Steuerfuss auf 50 Prozent

Die kleinste Freiämter Gemeinde wird 2020 voraussichtlich den tiefsten Steuerfuss im Kanton Aargau haben.
Eddy Schambron

Es ist nicht anzunehmen, dass die Gemeindeversammlung Geltwil am 19. November dem Antrag des Gemeinderates nicht folgt: Senkung des Steuerfusses von heute 75 auf neu 50 Prozent. Damit stellt die kleinste Freiämter Gemeinde sogar die bisher steuergünstigste Gemeinde im Aargau, Oberwil-Lieli mit 57Prozent, in den Schatten und wird 2020 voraussichtlich den tiefsten Steuerfuss im ganzen Kanton haben. Möglich wird dieser Steuerfuss, weil die Gemeinde gute Steuerzahler aufweist, verhältnismässig wenige Infrastrukturaufgaben zu bewältigen hat und das neue Quartier Reusstalblick Zuzüger bringt, erklärt Gemeindeammann Felix Enzler. 2010 lag der Steuerfuss noch bei 105 Prozent.

Geltwil zählt aktuell rund 220 Einwohnerinnen und Einwohner. Schon in den letzten Jahren konnte die Kleingemeinde beim Steuerfuss mit den Steuergünstigsten im Kanton gut mithalten: Zwar ist aktuell neben Oberwil-Lieli auch Meisterschwanden (65 Prozent) tiefer als Geltwil mit 75 Prozent, aber sonst sind nur noch Unterlunkhofen (75), Staufen (76), Seengen (77) und Oberlunkhofen (79) auf vergleichbarem Niveau.

Nur wenig Bauland verfügbar

Mit dem neuen Steuerfuss wird Geltwil in Zukunft über 50 Prozent tiefer sein als die Nachbardörfer Buttwil (aktuell 102 Prozent), Beinwil (103) oder Muri (106). Erwartet die Gemeinde jetzt einen Ansturm von neuen Einwohnern, die von der Steueroase profitieren wollen? «Kaum», lacht Enzler, «die Möglichkeiten sind auch begrenzt.» Nach der weitgehenden Überbauung des Quartiers Reusstalblick sind nur noch wenige Parzellen Bauland verfügbar, wenn sie nicht schon vergeben sind.

«Aber wir haben im gemeindeeigenen Mehrfamilienhaus an der Dorfstrasse 115 eine Sechseinhalb- und eine Viereinhalb-Zimmer-Wohnung zu vermieten», wirbt er in eigener Sache. Mit moderaten Mietzinsen übrigens: 1800 beziehungsweise 1580 Franken plus Nebenkosten. «Schon bei der Senkung auf 75 Prozent stellten wir für die Wohnungen eine verstärkte Nachfrage fest.»

Steuerfusssenkung ist kein Strohfeuer

«Nach heutigem Wissensstand können wir den Gemeindesteuerfuss in den nächsten vier bis fünf Jahren auf diesem tiefen Niveau belassen», macht Enzler klar, dass es sich bei dieser Senkung nicht um ein Strohfeuer handelt.

Als grössere Investitionen stehen nur die Sanierung der Dorfstrasse ab Gemeindehaus bis Restaurant Strebel und etwas längerfristig die Gesamtrevision der Nutzungsplanung an. «Wenn wir den Steuerfuss wieder nach oben anpassen müssen, gehen wir vom entsprechenden Verständnis der Bevölkerung aus.»

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