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Gemeinde Cham nimmt Schulraumplanung in Angriff

Der Schulraum in den Schulen der Einwohnergemeinde Cham wird mittel- bis langfristig knapp. Zu diesem Schluss kommt eine externe Studie. Der Gemeinderat will schon heute sicherstellen, dass in Cham auch künftig ein moderner Unterricht in zeitgemässer Umgebung möglich ist.
Die Oberstufen-Schulanlage Röhrliberg I Cham wird erweitert Damit ist hier der Raumbedarf gedeckt. Bild (Zuger Zeitung/Stefan Kaiser)

Die Oberstufen-Schulanlage Röhrliberg I Cham wird erweitert Damit ist hier der Raumbedarf gedeckt. Bild (Zuger Zeitung/Stefan Kaiser)

Die Einwohnergemeinde Cham wächst und wird gemäss kantonalen Prognosen weiterwachsen. Durch die prognostizierte Bevölkerungszunahme werden auch die Schülerzahlen steigen: Besuchen heute noch insgesamt rund 1700 Kinder die verschiedenen Schulstandorte in Cham, dürften es im Schuljahr 2027/28 - also in 10 Jahren – voraussichtlich ca. 2250 sein, wie der Gemeinderat Cham meldet.

In den Schulhäusern wird es somit zunehmend enger, der Raumbedarf wird steigen. «Dem Gemeinderat ist es deshalb ein grosses Anliegen, frühzeitig sicherzustellen, dass nötiger Schulraum in guter Qualität geplant und zweckmässig realisiert werden kann», erklärt Rolf Ineichen, Vorsteher Planung und Hochbau. Deshalb hat der Gemeinderat bereits im vergangenen Sommer die Firma Metron Raumentwicklung AG damit beauftragt, den künftigen Schulraumbedarf in den sechs Chamer Schulanlagen detailliert zu analysieren. Die nun vorliegenden Resultate zeigen, dass in mehreren Schulanlagen, insbesondere im «Schulkreis Dorf», Handlungsbedarf besteht. Konkret macht die Studie folgende Kernaussagen:

  • Schulkreis Dorf (Kirchbühl und Städtli): In den kommenden Jahren ist sowohl für die Kindergärten als auch für die Primarstufen ein starkes Wachstum zu erwarten. Es besteht Raumbedarf. Die Raumverhältnisse sind schon heute knapp und die Turnhallen sind überbelegt.
  • Schulkreis Hagendorn (Hagendorn und Niederwil): In den kommenden Jahren ist ein Wachstum zu erwarten, dann stagnieren die Zahlen. Der Raumbestand ist ausreichend. Jedoch ist die Turnhalle in Hagendorn bereits heute überbelegt.
  • Schulanlage Eichmatt: Der Raumbedarf der nächsten 10 Jahre ist abgedeckt.
  • Tagesstrukturen: Die Standorte können das künftig angestrebte Betreuungsangebot für die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler nicht abdecken. Der Bedarf wird aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahl weiter zunehmen.
  • Schulanlage Röhrliberg: Der künftige Raumbedarf wird durch die Erweiterung der Oberstufen-Schulanlage Röhrliberg I abgedeckt.
  • Insgesamt dürften in den kommenden 10 bis 15 Jahren rund 60 zusätzliche Räumlichkeiten (z.B. Klassenzimmer, Lehrerzimmer, Werkraum, Gruppenräume, Kochschule etc.) benötigt werden.

Der Gemeinderat nimmt, laut Medienmitteilung, den Bericht der Metron Raumentwicklung AG sehr ernst und geht mit Hochdruck an die Planung bestmöglicher Lösungen. Trotz der ausgewiesenen Herausforderung ist für den Gemeinderat klar, dass er an den bisherigen Schul-Standorten festhalten möchte. Dies immer mit dem richtigen Gespür für die nötige Flexibilität: «Wir wollen flexible und erweiterbare Lösungen umsetzen und auch Flächen für heute noch Unbekanntes einplanen, schliesslich verändern bzw. entwickeln sich Unterrichtsformen insbesondere durch neue Technologien laufend und generieren so neue Bedürfnisse», betont Beat Schilter, Vorsteher Bildung.

Erste Strategien skizzieren mögliches Vorgehen

Neben dem Schulraum-Bedarf zeigt die Studie der Metron Raumentwicklung AG auch bereits erste Strategieskizzen auf, wie die ausgewiesene Nachfrage gedeckt werden könnte. Die Strategien gehen von eventuellen Ersatzneubauten über Neubauten bis hin zu Aufstockungen. Eine der dringendsten Handlungsempfehlungen der Metron Raumentwicklung AG betrifft jedoch den Kauf des Pavillons, der aktuell im Rahmen der Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Röhrliberg als Schulprovisorium gebaut wird. Damit könnte insbesondere der wachsende Bedarf im Schulkreis Dorf für die nähere Zukunft gedeckt werden. Gemeinderat Rolf Ineichen erklärt: «Der Pavillon ist nicht nur architektonisch sehr ansprechend, sondern auch vielseitig nutzbar. Zudem drängt die Zeit und der Pavillon mit elf Schulzimmern und Nebenräumen wäre nach zwei Jahren direkt verfügbar.»

«Schliesslich macht auch eine fortschrittliche Schule mit modernen Tagesstrukturen unsere Gemeinde attraktiv.»

Bei der Beschaffung des Provisoriums wurde die Option ‹Mietkauf› von der Gemeinde bereits vorausschauend mitgedacht und in der Abstimmungsvorlage zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Röhrliberg, 1. Bauetappe, ausgewiesen. Die Kreditvorlage für den Kauf des Pavillons ist für Frühling 2019 geplant.

Um die effektive Umsetzbarkeit der skizzierten Strategien der Studie zu prüfen, werden die Handlungsempfehlungen nun zuerst einer sogenannten Machbarkeitsprüfung unterzogen. Um den Prozess der Schulraumplanung ideal zu begleiten und zu gestalten, wird zudem eine Kommission einberufen, die sich aus Mitgliedern der Abteilungen Bildung und Planung und Hochbau sowie weiteren involvier-ten Delegierten zusammensetzt. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 dürften die Erkenntnisse der Machbarkeitsprüfung vorliegen. Kostenmässig wird in den nächsten Jahren in Sachen Schulraum generell einiges auf die Gemeinde Cham zukommen. Der Gemeinderat geht anhand der Studie von Investitionen zwischen 30 und 45 Millionen Franken für Neubauten und Erweiterungen aus, je nachdem welche Lösungen effektiv ungesetzt werden. Gemeinderat Beat Schilter betont, dass die Investitionen aufgrund des prognostizierten Wachstums notwendig sind: «Bildung ist uns wichtig, es müssen genügend Schulraum vorhanden und zeitgemässe Unterrichtsformen möglich sein. Schliesslich macht auch eine fortschrittliche Schule mit modernen Tagesstrukturen unsere Gemeinde attraktiv.» (red)

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