Gemeinde will auf Atomstrom verzichten

Die Elektro-Genossenschaft Hünenberg setzt auf Energiegewinnung vor Ort: Bis in 20 Jahren will sie mindestens 20 Prozent des Verbrauchs mit regionalem Solarstrom abdecken.

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Ernst Weibel (links) und Werner Schuler (rechts) von der EGH mit Stallbesitzer Edgar Boog (Mitte). Auf dem Stalldach wurde die Fotovoltaik-Anlage installiert. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Ernst Weibel (links) und Werner Schuler (rechts) von der EGH mit Stallbesitzer Edgar Boog (Mitte). Auf dem Stalldach wurde die Fotovoltaik-Anlage installiert. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

200 Fotovoltaikanlagen sollen in den nächsten 20 Jahren auf Gemeindeboden von Hünenberg entstehen. So lautet das ehrgeizige Ziel der Elektro-Genossenschaft Hünenberg (EGH). Bis 2032 will die EGH 20 Prozent des Stromverbrauchs mit Sonnenenergie decken. Weitere 15 Prozent soll das eigene Biomasse-Kraftwerk beisteuern. Damit würde die Gemeinde die Energiewende schaffen und komplett ohne Atomstrom auskommen.

Der Start ist der Genossenschaft gelungen. Heuer gehen zwölf Fotovoltaikanlagen ans Netz. Nun sollen jedes Jahr zehn bis zwölf weitere hinzukommen.

Damit die EGH den geforderten Solarstromanteil erreicht, setzt sie einerseits auf Private, die ihre Dächer mit Solarzellen bestücken – und dabei profitieren können. Denn die EGH kauft den Solarstrom zu attraktiven Preisen ab, um die Wartezeit von rund drei Jahren zu überbrücken, bis die kostendeckende Einspeisevergütung des Bundes greift.

Andererseits will die Genossenschaft Dachflächen mieten und selber Anlagen realisieren. Eine erste solche Anlage mit 232 Kilowatt Höchstleistung (Peak) wurde im Dezember 2011 in Meisterswil in Betrieb genommen. Sie hat bereits 200'000 Kilowattstunden Strom produziert und versorgt damit etwa 45 Haushaltungen. Ende September ging eine weitere Anlage in Drälikon mit 217 Kilowatt/Peak ans Netz. Bis Ende Jahr werden auch die Zellen auf dem neuen Jugendzentrum an der Zentrumstrasse in Betrieb sein.

Silvan Meier

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