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Oberägeri will in Schulraum investieren

Weitere Bestandteile der Schulraumplanung stehen vor der Umsetzung: Die Bevölkerung wird an der Gemeindeversammlung über drei Kredite zu diesem Thema abstimmen. Die Parteien stimmen grundsätzlich zu, nennen aber auch kritische Punkte.
Rahel Hug
So könnte der Neubau des Schulhauses Hofmatt 4 (Westansicht) in Oberägeri dereinst aussehen. Die Visualisierung rechts zeigt den Blick in den Garderobenbereich. (Visualisierung: PD)

So könnte der Neubau des Schulhauses Hofmatt 4 (Westansicht) in Oberägeri dereinst aussehen. Die Visualisierung rechts zeigt den Blick in den Garderobenbereich. (Visualisierung: PD)

Ein neues Schulhaus auf dem Areal Hofmatt, Nutzungsanpassungen in den bestehenden Gebäuden Hofmatt 1,2 und 3 sowie eine Aufstockung und Fassadensanierung des Schulhauses Fischmatt: An der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag werden die Einwohnerinnen und Einwohner von Oberägeri gleich über mehrere Kredite zum Thema Schule entscheiden.

Die Traktanden

An der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag, 17. Juni (20 Uhr, Aula Maienmatt), stehen folgende Traktanden auf dem Programm:
Protokoll der Versammlung vom 10. Dezember 2018; Rechnung 2018; Schlussabrechnung über Investitionen; Schulhaus Fischmatt, Aufstockung und Fassadensanierung; Schulraumentwicklung Hofmatt; Beantwortung der Interpellation der CVP zur Handhabung des Öffentlichkeitsprinzips in der Verwaltung; Beantwortung der Interpellation der Grünliberalen Partei zur Förderung neuer Raum- und Arbeitsangebote im Ägerital: Coworking Space. (rh)

Dass die Schule im Dorf aufgrund wachsender Schülerzahlen und veränderter Anforderungen mehr Platz braucht, ist bereits seit längerem bekannt. Die nun vorliegenden Projekte bilden weitere Puzzleteile der Schulraumplanung, zu der eine externe Firma im Sommer 2016 eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen hatte. Bereits umgesetzt wurden die Sanierung und der Ausbau des Schulhauses Morgarten, neue Gruppenräume in der Hofmatt 1 und der Ausbau der Grundstufe Kirchmatt.

Die Aufstockung und Fassadensanierung des Schulhauses Fischmatt kostet laut Vorlage rund 1,68 Millionen Franken. Der Standort soll für eine Nutzung durch drei Grundstufenabteilungen ausgebaut werden. Die Aufstockung ist über dem nördlichen Flügel geplant. Bezüglich der Fassade bestehe Handlungsbedarf, so der Gemeinderat. Ein Gewitter mit Hagel im Sommer 2011 habe das Erscheinungsbild «nochmals arg beschädigt».

Im geplanten Neubau an der Hofmattstrasse (Schulhaus Hofmatt 4) sollen sieben Klassenzimmer und sieben Gruppenräume in verschiedenen Grössen für die Primarschule, ein Multifunktionsraum sowie Räume für Lehrpersonen und Schulleitung untergebracht werden. Das neue Schulhaus ist viergeschossig und steht im rechten Winkel zur bestehenden Bebauung. Als Sieger aus dem Wettbewerb gingen die Rahbaran Hürzeler Architekten mit dem Projekt «Vierklang» hervor. Das Projekt kostet 7,99 Millionen Franken. Die Nutzungsanpassungen an den drei bestehenden Gebäude auf dem Areal schlagen schliesslich mit 899 000 Franken zu Buche.

Interpellationsantwort dürfte zu reden geben

Die Ortsparteien SVP, FDP, CVP und Forum stehen grundsätzlich hinter dem Gemeinderat, sie haben die Ja-Parolen zu den Schulkrediten gefasst. Mit den Projekten würden «wichtige Schritte für die mittelfristige Sicherung des dringend benötigten Schulraumes sichergestellt», schreibt etwa die FDP. Bei der CVP wurden die «hohen Kosten von rund 8 Millionen Franken für netto 900 Quadratmeter neuen Schulraum» diskutiert. Kritisch hinterfragt wurde auch die Ausführung der Fassade mit einem Spezialbeton, der im Kanton Zug nicht hergestellt werden könne. «Das Zuführen solcher Baumaterialien von weit her ist ökologisch falsch», schreibt die Partei. Beim Forum vermisst man «eine klare Ausrichtung, wie mittelfristig die Ersatzbauten für Hofmatt 2 und 3 (sprich neues Oberstufenzentrum) realisiert werden können», wie die Partei mitteilt. Die Landsicherung müsse «dringend» angegangen werden und auf dem bestehenden Schulareal dürften keine weiteren Verdichtungen vorgenommen werden. Die Grünliberalen werden ihre Parolen erst heute Abend fassen.

Zu reden geben dürfte an der Gemeindeversammlung auch die Interpellation der CVP betreffend Handhabung des Öffentlichkeitsprinzips in der Verwaltung. Wie aus den Antworten in der Vorlage hervorgeht, will der Gemeinderat unter anderem aufgrund des «enormen Verwaltungsaufwands» auf die Publikation von Auszügen aus dem Sitzungsprotokoll verzichten. «Transparenz ist die Grundlage der direkten Demokratie und das darf auch etwas kosten», schreibt beispielsweise das Forum dazu.

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