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GEMEINDEFINANZEN: Stadt Zug: Trotz Überschuss kein Geld für Gemeinnütziges

Trotz positivem Rechnungsabschluss will die Stadt Zug kein Geld für Gemeinnütziges ausgeben: Der Grosse Gemeinderat hat es am Dienstag abgelehnt, 750'000 Franken für Auslandhilfe, Kultur und Sport zu sprechen.
In der Stadt Zug wird gespart – beim Gemeinnützigen. (Bild: Keystone (Symbolbild))

In der Stadt Zug wird gespart – beim Gemeinnützigen. (Bild: Keystone (Symbolbild))

Die Stadt Zug schloss die Rechnung 2015 mit einem Überschuss von 7,6 Millionen Franken ab. Der Stadtrat beantragte dem Gemeinderat deshalb, mit einem Teil dieses Überschusses gemeinnützige Zwecke zu unterstützen.

300'000 Franken sollten in die Auslandhilfe fliessen, 225'000 Franken in die Kultur und weitere 225'000 in den Sport. Der Rest von 6,9 Millionen Franken sollten in die Steuerausgleichsreserve gehen.

Die bürgerliche Mehrheit hatte mit dem Geld jedoch anderes vor: Mit 24 zu 12 Stimmen beschlossen die Parlamentarier, den gesamten Überschuss in die Steuerausgleichsreserve fliessen zu lassen.

Ein einmaliger, positiver Abschluss sei noch kein Grund, das Geld offen zu verteilen. Zudem solle jeder Steuerzahler und jede Steuerzahlerin selber entscheiden können, ob er oder sie Auslandhilfe leisten wolle.

Die linke Ratsseite erinnerte erfolglos an die humanistische Tradition der Stadt Zug. Seit 1997 habe Zug immer mindestens 500'000 Franken für Gemeinnütziges gesprochen, sofern die Stadt mit der Rechnung im Plus war. (sda)

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