Gemeindeversammlung
Die Jahresrechnung 2020 zeigt, dass Unterägeri im Kern gesund ist

Die Versammlung im Dezember 2020 war mit zwölf Traktanden völlig überladen. Diesmal sieht es anders aus: Nach der Debatte zur Jahresrechnung sind nur noch zwei weitere Geschäfte zu beurteilen.

Marco Morosoli
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Heuer steht die für den Juni terminierte Gemeindeversammlung (GV) in Konkurrenz zur am 11. Juni beginnenden Fussballeuropameisterschaft. Der Unterägerer Gemeindepräsident und seine Kollegen können nur hoffen, dass die Abendpartien am 14. Juni zwischen Schweden und Spanien respektive zwischen den Niederlanden und der Ukraine nicht die Qualität haben, um die Strassen in Unterägeri leer zu fegen. Womöglich verpassen Fussballbegeisterte jedoch auch bei einem Besuch der GV den Anpfiff um 21 Uhr nicht, gilt es doch nur gerade vier Traktanden abzuarbeiten. Der Gemeinderat hat die Ägerihalle, wo die GV von Unterägeri um 20 Uhr beginnt, bis um 22 Uhr reserviert. Es ist davon auszugehen, dass dieses grosse Zeitfenster kaum ausgenutzt wird.

Traktanden

An der Gemeindeversammlung vom 14. Juni ab 20 Uhr in der Ägerihalle steht Folgendes auf dem Programm: Protokoll der Versammlung vom 14. Dezember 2020; Jahresrechnung 2020; Änderung Schulzahnpflegegesetz; Motion der FDP.Die Liberalen bezüglich Wärme- und Energieverbundnetz.

Die Gemeinde Unterägeri schrieb 2020 trotz der Coronapandemie schwarze Zahlen. Sehr schwarze sogar, denn aus dem prognostizierten Gewinn von 70'000 Franken resultierte letztlich ein Plus von 3,3 Millionen Franken. Nach der Behandlung der Jahresrechnung 2020 befasst sich die GV noch mit einer Motion der FDP zu Wärme- und Energienetzen. Der Gemeinderat schlägt ein abgeändertes, leicht modifiziertes Vorgehen als die Motionäre vor, Ziel ist es, eine Grundlage für eine kommunale Energiegewinnung zu legen. Dabei werde, so heisst es in der Vorlage zur GV, der sich zurzeit in Planung befindliche Holzwärmeverbund der Korporation Unterägeri als zentrales Element einfliessen. Auf Grundlage dieser Planung erfolge die Kontaktaufnahme mit der Wasserwerke Zug AG, der Gemeinde Oberägeri und weiteren Beteiligten bezüglich eines Konzepts für die Weiterentwicklung und Einbindung grösserer alternativer Stromerzeugungsanlagen und für die Sicherung von mehr Unabhängigkeit.

Bei der GV gelten die in der Vorlage ausgeführten Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus, so etwa eine generelle Maskenpflicht und ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Es gibt zudem keine Pause, es hat keine Garderobe und auf die Ausrichtung eines Apéros verzichtet der Gemeinderat auch.