Ja zum neuen Energiefördermodell in Hünenberg

Die Finanztraktanden ernteten an der Hünenberger Gemeindeversammlung vom 17. Juni grosse Zustimmung. Zu reden gab dafür das Energiereglement.

Laura Sibold
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Mit dem teilrevidierten Energiereglement sollen in Hünenberg auch Fotovoltaikanlagen wieder gefördert werden. (Symbolbild: Keystone/Thomas Delley)

Mit dem teilrevidierten Energiereglement sollen in Hünenberg auch Fotovoltaikanlagen wieder gefördert werden. (Symbolbild: Keystone/Thomas Delley)

Ein erfreuliches Rechnungsergebnis stand am Anfang der Gemeindeversammlung von Montag, 17. Juni 2019 in Hünenberg, die zugleich Premiere der neuen Gemeindepräsidentin Renate Huwyler war. Die Rechnung 2018 schloss mit einem Ertragsüberschuss von knapp 3,2 Millionen Franken, bei einem Gesamtertrag von rund 53 Millionen Franken, was primär auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen ist. Das gute Ergebnis freute die 132 anwesenden Stimmberechtigten. Sie folgten den Anträgen des Gemeinderates ohne grosse Diskussion und mit klarer Mehrheit, genehmigten die Rechnung und wiesen den Ertragsüberschuss dem Eigenkapital zu.

Zwei Anträge wurden deutlich abgelehnt

Auch das nächste Traktandum fand breite Zustimmung. Der Gemeinderat beantragte für Strassensanierungen einen Rahmenkredit über 1,5 Millionen Franken für die Jahre 2020 bis 2023. ­Damit sind Sanierungen auf der Rainmatt- und Talackerstrasse sowie auf der Langholz-, Huob- und Sonnhaldenstrasse.

Auf der Traktandenliste stand des Weiteren die Teilrevision des Energiereglements, in welchem die Förderbereiche wie auch die maximal möglichen Beiträge neu geregelt werden sollen. «Unter anderem sollen Förderbeiträge für Fotovoltaikanlagen wiederaufgenommen und auch private Elektroladestationen und lokale Stromspeicherungen unterstützt werden», erklärte Bauchef Thomas Anderegg. Zudem solle die Spezialfinanzierung Energieförderprogramm ein Kostendach von 500000 Franken sowie eine Unterdeckung von 50000 Franken erhalten, was unter anderem der Regulierung des Ausgabenmaximus und der Risikokalkulation diene. Diese Limite nach oben und unten wollte das Grüne Forum aufheben, dem entsprechenden Antrag wurde nach kurzer Diskussion jedoch mit 64 zu 35 Stimmen bei 13 Enthaltungen eine klare Absage erteilt. Ebenso scheiterte ein Präzisierungsantrag der SP Hünenberg zu einem einzelnen Paragrafen. Die Teilrevision des Energiereglements wurde schliesslich einstimmig beschlossen und soll per 1. August in Kraft treten.

Zum Schluss beantwortete der Gemeinderat die Interpellation des Grünen Forums Hünenberg betreffend Nachbarschaftshilfe mündlich. Sozialvorsteherin Claudia Benninger Brun betonte, man sei noch in der Projektphase und auf gutem Weg.

Die Beschlüsse

(ls) Folgende Beschlüsse wurden an der Gemeindeversammlung in Hünenberg gefällt: Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 19. Dezember 2018 wurde genehmigt; der Verwaltungsbericht 2018 zur Kenntnis genommen; die Jahresrechnung 2018 wurde samt Kreditabrechnungen gutgeheissen. Der Rahmenkredit für die Sanierung von Gemeindestrassen in den Jahren 2020 bis 2023 über 1,5 Millionen Franken wurde genehmigt, ebenso die Teilrevision des Energiereglements. Zudem beantwortete der Gemeinderat die Interpellation Nachbarschaftshilfe.

In Hünenberg wurden Strassen und Finanzen saniert

Ein erfreuliches Rechnungsergebnis, fordernde Voten zum Energiereglement und Einigkeit beim Rahmenkredit für Strassensanierungen: Das ist an der Hünenberger Gemeindeversammlung vom 17. Juni zu erwarten.
Laura Sibold