GEMEINDLICHE SCHULEN: Bildungsrat: Keine Integration um jeden Preis

Der Zuger Bildungsrat spricht sich für eine sorgfältige Weiterführung der integrativen Ausrichtung der gemeindlichen Schulen aus. Dabei soll jeder Einzelfall als solcher behandelt und abgeklärt werden.

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Der Zuger Bildungsdirektor Patrick Cotti. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Der Zuger Bildungsdirektor Patrick Cotti. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Der Bildungsrat des Kantons Zug hat sich an seiner Klausurtagung am 5. Mai 2010 mit der Integration in der obligatorischen Schulzeit auseinander gesetzt. Dabei liess er sich über den Stand der Integrationsbemühungen im Kanton, in anderen Kantonen und im Ausland informieren, heisst es in einer Medienmitteilung der Direktion für Bildung und Kultur.

Individuelle Förderung jedes Kindes
Integration meint heute die Schulung von lernbehinderten und verhaltensauffälligen Kindern und auch die Schulung von körper- oder geistig-behinderten Kindern in den Regelklassen. Dabei erfolgt bei letzteren eine enge Zusammenarbeit auch mit den jeweils zuständigen Sonderschulen. Integrative Schulung heute bedeutet, dass Leistungsunterschiede in einer Klasse Platz haben und dass jedes Kind seinem Leistungsvermögen und seiner Begabung entsprechend geschult werden kann.

Der Vielfalt von Schülern gerecht werden
Integrative Schulung ist eine Antwort auf den Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt der Kin-der im gleichen Alter, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Diese Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf werden innerhalb der gleichen Klassengemeinschaft gemeinsam unterrichtet. Der integrative Unterricht gestaltet die Lernbedingungen so, dass sie den unterschiedlichen Lern- und Förderbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen und allen Lernerfolge ermöglichen. Alle Beteiligten werden dabei durch Fachleute aus der Heilpädagogik unterstützt und beraten.

zim