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GENERALVERSAMMLUNG: Raiffeisenbank: Überdurchschnittliche Wachstumsraten

Die Leitung der Raiffeisenbank Zug konnte an der gemeinsamen Generalversammlung der Baarer und der Zuger Mitglieder ein erfreuliches Ergebnis präsentieren. Vor allem in ihrem Kerngeschäft hat die Bank deutlich zugelegt.
Christopher Gilb
Von links: Max Uebelhart, Präsident Raiffeisenbank Zug, CVP-Kantonalpräsident Pirmin Frei, der in den Verwaltungsrat der Bank nachrücken soll, und Matthias Brunner, der Vorsitzende der Bankleitung. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 20. März 2017))

Von links: Max Uebelhart, Präsident Raiffeisenbank Zug, CVP-Kantonalpräsident Pirmin Frei, der in den Verwaltungsrat der Bank nachrücken soll, und Matthias Brunner, der Vorsitzende der Bankleitung. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 20. März 2017))

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

Normalerweise muss die Leitung der Raiffeisenbank Zug an zwei Generalversammlungen (GV) auftreten. Bisher wurde die Versammlung der Baarer und der Zuger Mitglieder der Genossenschaft separat abgehalten. Bedingt durch die Renovation des Theater Casino Zug, war dies dieses Jahr nicht möglich, sodass sich über 1000 Mitglieder aus beiden Gemeinden am Montagabend in der Waldmannhalle in Baar einfanden.

Wie es sich schon Ende Januar aus dem guten Jahresergebnis des Verbandes der Zuger Raiff­eisenbanken ableiten liess, hat die Raiffeisenbank Zug im Jahr 2016 erfolgreich gearbeitet. «Die Wachstumsraten bei den Kundenausleihungen, aber auch die Entwicklung der Ertragslage sind im Mehrjahresvergleich überdurchschnittlich», verkündete der Vorsitzende der Bankleitung, Matthias Brunner, stolz den Anwesenden. Die Kundeneinlagen der Bank wuchsen im letzten Jahr um 4,6 Prozent auf 973,5 Millionen Franken an. Wie die Ausleihungen, die um 3,5 Prozent auf 944,8 Millionen Franken stiegen, nähern auch sie sich der Milliardengrenze.

Regionale Aktienkörbe sind gefragt

Auch in ihrem Kerngeschäft, dem Hypothekargeschäft, konnte die Bank zulegen und erzielte ein Wachstum von 4 Prozent. Die Gesamtsumme der Kredite beträgt nun 932,1 Millionen Franken. Die Bilanzsumme ist um 5,3 Prozent auf 1,153 Milliarden Franken gestiegen. Die Ertragslage der Bank sei im vergangenen Geschäftsjahr trotz schwierigem Marktumfeld stabil geblieben, so Brunner. Mit –0,9 Prozent lag der Bruttoerfolg auf dem Zinsgeschäft leicht unter dem Vorjahresniveau und betrug 11,6 Millionen Franken. «Wir sind mit diesem Ergebnis, gemessen an der sonderbaren Situation an der Zinsfront, zufrieden.» Und genau weil diese Situation so sonderbar sei und vorerst auch bleibe, sei die Raiffeisenbank auf der Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten für ihre Kundschaft. Als Beispiel für eine solche nannte Brunner das Angebot der regionalen Aktienbaskets (Aktienkörbe), welche die Raiffeisenbank-Gruppe seit Februar in ihrem Angebot hat. Die gesamte Schweiz ist dabei in sechs Wirtschaftsräume unterteilt, in sechs Körbe also, in denen sich verschiedene Firmen aus den jeweiligen Wirtschaftsräumen befinden. Im Korb Zentralschweiz befindet sich unter anderem Emmi. In die Körbe wird dann investiert. «Die Nachfrage danach hat unsere Erwartungen bisher bei weitem übertroffen», so Brunner. Dann informierte er noch über die Mehrfachzeichnung von Anteilscheinen durch Mitglieder. Diese sei eine Erfolgsgeschichte und werde auch 2017 möglich sein.

Digitalisierung und Zinsen als Herausforderungen

Fürs laufende Jahr nannte Brunner die rasante Digitalisierung und das weiterhin schwierige Zinsumfeld als die wesentlichen Herausforderungen. Man werde auch 2017 auf die gleichen Erfolgsprinzipien setzen, so der Präsident der Raiffeisenbank Zug, Max Uebelhart, an der GV. «Die Raiffeisenbank-Gruppe ist nicht in spekulativen Märkten tätig, ihre Mitglieder gehören zu den sichersten Banken der Schweiz und zeichnen sich durch Kundennähe aus.»

Uebelhart verabschiedete dann den langjährigen Vizepräsidenten des Verwaltungsrates, Erhard Lanz, der altersbedingt ausscheidet. Lanz wurde schon 1980 in den Aufsichtsrat der damaligen Raiffeisenkasse Walchwil gewählt. Mit seiner besonnenen Art habe er viel zum Gelingen der späteren Fusionen beigetragen, so Uebelhart. Sein wahrschein­licher Nachfolger ist ein bekanntes Gesicht in der Zuger Politlandschaft: Der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Zug schlägt CVP-Kantonalpräsident Pirmin Frei vor, der mit seiner Firma Freiconnect elf Verbände aus Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Politik als Geschäftsführer und Präsident leitet. Ob er gewählt ist, steht allerdings noch nicht fest, denn die Urabstimmung zur Generalversammlung dauert noch an.

Für einige Lacher sorgte der einzige Redner aus dem Publikum an diesem Abend. Der ältere Herr bemängelte in unterhaltsamer Weise, dass die Einladung zur Generalversammlung erst sehr spät und dann noch mit zu kurzer Anmeldefrist verschickt worden sei. Ausserdem seien die Abfahrtszeiten des Busses zur Halle auf dem Talon abgedruckt gewesen, den man für die Anmeldung einschicken musste. Uebelhart gab ihm Recht. Die Einladungen dürften erst nach Ende der Revision verschickt werden, und diese sei dieses Jahr leider erst spät fertig geworden.

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