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Generationentreffen auf dem Eizmoos

Auf Beginn der neuen Saison wird Lia Kamber (12) vom SC Cham ans Ausbildungszentrum des Fussballverbands wechseln. Sie tritt damit in jemandes Fussstapfen.
Sandra Betschart (links) gibt Lia Kamber Karrieretipps. (Bild: André Dommann/PD)

Sandra Betschart (links) gibt Lia Kamber Karrieretipps. (Bild: André Dommann/PD)

Vor 15 Jahren wurde die Chamerin Sandra Betschart (heute 29) ans Ausbildungszentrum nach Huttwil berufen. Sie wagte damit den ersten bedeutenden Schritt in eine grosse Karriere im Frauenfussball, die in der WM-Teilnahme im Jahr 2015 gipfelte. Eine chronische Entzündung der Patellasehne hat sie vor einem Jahr zum Rücktritt vom Spitzenfussball veranlasst. Sie arbeitet heute in einem Teilpensum als Wholesale Activation Manager und beginnt in diesem Sommer berufsbegleitend mit einem Studium im Bereich Sportmanagement.

Kürzlich traf Sandra Betschart auf dem Chamer Eizmoos die 12-jährige Lia Kamber. Diese wird ab der kommenden Saison am Verbandsleistungszentrum sein, das mittlerweile in Biel liegt. Kamber, zuletzt Verteidigerin bei den E-Junioren des Sportclubs wird dort in einer Gastfamilie wohnen und unter professionellen Bedingungen trainieren. Spielerfahrung sammelt sie vorderhand übers Wochenende bei den Junioren im Team Zugerland. Betschart ihrerseits trainierte und wohnte ab dem 14. Altersjahr in Huttwil und spielte beim damaligen Leader in der Region, dem DFC Malters, bevor sie zum FC Zürich wechselte.

Beste Erfahrung im Fussball

Sie bezeichnet diese Ausbildungszeit auch heute noch als eine ihrer besten Erfahrungen im Fussball. Die jungen Sportlerinnen seien schnell Freundinnen geworden. Sie hätten gemeinsame Ziele verfolgt und sich unterstützt. Ab und zu hätten sie auch über die Stränge geschlagen und sich gegen Erwachsene verbündet. Und sie hätten dabei auch viel gelernt und für den Sport und auch fürs Leben profitiert. Genau diese guten Erfahrungen wünscht Sandra Betschart nun zum Start Lia Kamber.

Als dreifache Meisterin mit dem FC Zürich, Halbprofi in Schweden und in der deutschen Bundesliga sowie 67-fache Internationale mit EM- und WM-Erfahrung weiss Betschart, worauf es ankommt: Nebst Talent braucht es Freude am Fussball und ganz besonders viel Durchhaltewille, wenn man den Sprung an die Spitze schaffen will. In jedem Training und Spiel noch etwas mehr machen als andere und perfektionistisch an seinen Fähigkeiten arbeiten, lautet ihr Rezept. Als bestes Beispiel dafür nennt sie Ronaldo, der zusammen mit Griezmann auch Lias grosses Vorbild ist.

Respekt vor Veränderungen

Lia Kambers Weg beginnt mit vielen guten Vorsätzen. Sie ist bereit, dafür viel zu investieren und bringt auch die notwendigen Voraussetzungen mit. Sie freut sich auf ihren nächsten Lebensabschnitt, hat aber durchaus auch Respekt vor den Veränderungen, die auf sie zukommen. (red)

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