GENF/ZUG: Neue Investitionen in Raffinerie in Cressier

Die Varo Energy Group will in diesem Jahr 50 Mio. Fr. in den Turnaround der Raffinerie in Cressier NE investieren. Es handle sich um eine der grössten Investitionen in der Firmengeschichte, teilte Varo Energy mit Sitz in Zug am Mittwoch mit.

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Eine Raffinerie in Cressier. (Symbolbild Keystone)

Eine Raffinerie in Cressier. (Symbolbild Keystone)

Durch die Investition bleibe Cressier langfristig wettbewerbsfähig, stellte der neue Varo-Energy-Konzernchef Roger Brown in einer Unternehmensmitteilung fest. Die Gelder würden unter anderem eingesetzt zur Verbesserung von Sicherheit und Technik und zum Unternehmenswachstum. Die Raffinerie in Cressier wurde im Mai 2012 für 30 Mio. Fr. von der zu diesem Zweck gegründeten Varo Energy Group gekauft. Varo Energy ist ein paritätisches Gemeinschaftsunternehmen des Genfer Mineralölgiganten Vitol und der The Carlyle Group. Seit der Übernahme sind laut Mitteilung rund 40 Mio. Fr. in Cressier investiert worden.

Schwierig präsentiert sich weiterhin die Lage für die zweite Raffinerie in der Schweiz in Collombey VS. Die Angestellten wehren sich gegen im Januar angekündigte Pläne ihres Arbeitgebers, den Betrieb der Raffinerie auf unbestimmte Zeit einzustellen, weil sie nicht mehr rentabel ist. Von der Schliessung bedroht sind 233 Stellen.

Die Raffinerie Collombey gehört dem Tankstellen-Betreiber Tamoil. Als Begründung für den «Unterbruch» nannte Tamoil erhebliche Verluste in in den letzten Jahren. Der Schweizer Markt habe unter starken Marktspannungen gelitten. Diese seien durch einen steigenden Import von fertigen Erdöl-Produkten, einer rasant sinkenden Nachfrage nach Treibstoff und zunehmenden Regulierungskosten bedingt gewesen. Tamoil hatte nach eigenen Angaben seit 2000 über 700 Mio. Fr. in den Standort Collombey investiert.

sda