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GENOSSENSCHAFT: Steinhausen: Einen Schritt weiter bezüglich preisgünstigem Wohnungsbau

Der Gemeinderat Steinhausen hat ein Grundstück an der Goldermattenstrasse an die Wohnbaugenossenschaft Gewoba Zug im Baurecht abgetreten. Auf diesem sollen neun preisgünstige Wohnungen entstehen.
Das Haus an der Goldermattenstrasse 25 soll abgerissen und neu aufgebaut werden. Es sollen neun preisgünstige Wohnungen entstehen. (Bild: Stefan Kaiser)

Das Haus an der Goldermattenstrasse 25 soll abgerissen und neu aufgebaut werden. Es sollen neun preisgünstige Wohnungen entstehen. (Bild: Stefan Kaiser)

Der genossenschaftliche Wohnungsbau mit preisgünstigen Wohnungen ist in der Gemeinde Steinhausen noch nicht weit verbreitet. Nun arbeitet der Gemeinderat mit der Wohnbaugenossenschaft Gewoba Zug zusammen. Die Idee: Der Gemeinderat tritt das Grundstück Nr. 330 an der Goldermattenstrasse 25 an die Genossenschaft im Baurecht ab. Der Vertrag weist eine Laufzeit von 100 Jahren auf. Auf dem Grundstück sollen nun in einem Mehrfamilienhaus neun preisgünstige Kleinwohnungen entstehen.

Das besagte Haus an der Goldermattenstrasse, Baujahr 1959, ist Eigentum der Einwohnergemeinde. Laut dieser ist der bauliche und energetische Zustand mittlerweile sehr schlecht. Andreas Hürlimann (Grüne), Bauchef, erklärt: «Die Gemeinde prüfte eine Sanierung wie auch eine Neubau-Möglichkeit. Die Frage war, ob die Gemeinde die baulichen Massnahmen selber finanziert oder ob es noch andere Lösungen gibt.» Eine Rolle bei den Überlegungen spielte auch die im Juni 2016 von der Gemeindeversammlung erheblich erklärte Motion von Max Gisler betreffend Abgabe der Grundstücke an der Mattenstrasse und in der Oele im Baurecht an eine Wohnbaugenossenschaft. «Aufgrund dieser Motion hat die Gewoba Zug mit uns Kontakt aufgenommen», sagt Andreas Hürlimann. Auch andere Genossenschaften seien zur Diskussion gestanden. Insbesondere die ortsansässige WBG Wohnbaugenossenschaft. «Für sie war es nicht das richtige. Der Gemeinderat steht aber weiterhin mit den Verantwortlichen in Kontakt.»

Mietpreise zwischen 900 und 1600 Franken

Zum Handkuss kam somit die Gewoba Zug. Die Wohnbaugenossenschaft hat laut Präsident Urs Niederberger ungefähr 150 Wohnungen in der Stadt Zug. «Es ist das erste Mal, dass wir ausserhalb der Stadt Genossenschaftswohnungen realisieren möchten», sagt er und fügt hinzu: «Wir sind sehr motiviert, dieses Projekt zu realisieren. Es hat sich eine spannende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steinhausen ergeben.» Der Plan: Das jetzige Mehrfamilienhaus an der Goldermattenstrasse 25 soll abgerissen und neu gebaut werden. Das Projekt der Gewoba sieht drei Studios, drei 2-Zimmerwohnungen und drei 3-Zimmerwohnungen vor. «Wir bauen nicht, um eine Rendite zu erzielen. Die Kapital- und Betriebskosten müssen gedeckt sein. So rechnen wir mit Mietpreisen zwischen 900 und 1600 Franken», so Niederberger.

Die Zuger Wohnbaugenossenschaft will mit besagtem Projekt auch einen «Schritt in Richtung zukunftsweisende, moderne Wohnformen» machen. Urs Niederberger erklärt: «Im Erdgeschoss wollen wir Gemeinschaftsräume errichten. Das heisst, wir planen einen TV-Raum, eine Werkstatt und einen normalen Aufenthaltsraum. Diese können von allen Parteien genutzt werden, sei es für ein Familienfest oder sonstige Zusammenkünfte.» Im Dachgeschoss würden sogenannte Waschsalons (Waschküchen), ein Sonnendeck für alle Mieter und rund um das Gebäude eine grosszügige Gartenanlage realisiert werden.

Voraussichtlich im Juni 2020 bezugsbereit

Ganz unter Dach und Fach ist das Projekt aber noch nicht: Am 4. Mai stimmen die Genossenschafter der Gewoba Zug an der Generalversammlung (GV) über den Antrag ab. Die Pläne seien bereits sehr konkret und von einem Architekten, der den Mitgliedern bereits von anderen Projekten bekannt sei. «Das gibt Vertrauen. Er kennt unsere Philosophie», sagt Urs Niederberger und fügt hinzu: «Der Vorstand wird an der GV auch über die Kosten informieren.» Wenn alles nach Plan läuft, soll das bestehende Gebäude Anfang 2019 abgerissen und anschliessend mit dem Neubau begonnen werden. Voraussichtlich ab Juni 2020 sollten die neuen Wohnungen bezugsbereit sein.

Die jetzigen Mieter seien informiert worden, teilt die Gemeinde Steinhausen mit. Auch für sie sei es möglich, sich für eine Wohnung im neuen Genossenschaftsbau zu bewerben. Die Voraussetzung ist unter anderem eine Mitgliedschaft in der Gewoba Zug.

Andrea Muff

<u><font color="#0066cc">andrea.muff@zugerzeitung.ch</font></u>

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