Leserbrief

Gepflogenheiten und Regeln sollte man kennen

«Rigi: Lieber miteinander Lösungen finden, als ständig Nein sagen», Leserbrief in der Ausgabe vom 6.Mai

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Zum Leserbrief von Stefan Winiger habe ich einige Bemerkungen (keine Kritik) anzubringen. Ich kenne das Komitee «Rigi 800000 sind genug» und auch die Personen nicht. Dass nicht nur asiatische Touristengruppen und andere ausländische Gruppen vergünstigt auf all unsere schönen Berge fahren können, stimmt. Da gehöre ich mit meinem Halbtaxabo, Coop GA oder Gemeinde-GA auch dazu.

Ich geniesse jedes Mal die wunderschöne Aussicht auf andere Berggipfel. Was mich aber jedes Mal extrem stört, dass in diesen Bergrestaurants und Restaurantterrassen auf den Tischen eine riesige Schweinerei herrscht und bei Hochfrequenzen das Personal keine Zeit hat, die Tische abzuräumen oder etwa zu reinigen. Der nachfolgende Gast kann sich dann überlegen, den Tisch selbst zu reinigen mit einem mitgebrachten Taschentuch, nichts zu essen oder seinen Teller auf den Knien zu halten. Auf den Terrassen sind zum Teil mitgebrachte Esswaren und deren Abfälle in Plastikbeuteln auf den Tischen oder sogar am Geländer angebunden, für wen auch immer. Es ist mir völlig bewusst, dass wir den Tourismus brauchen in unserem Land. Doch sollen die ausländischen Touristen unsere Gepflogenheiten und Regeln kennen. Wenn ich in ein anderes Land reise, muss ich dies auch können.

Zudem ist die Schweiz ein Vorzeigeland, in Sachen etwas in mehreren Sprachen anzuschreiben, was in anderen Ländern vielfach nicht der Fall ist. Nach dem Motto: «Entweder du kannst die Landessprache oder nicht.» Ich habe schon gesehen, dass ein Robidog in zehn Sprachen angeschrieben war. Dass die Preise steigen werden, wenn weniger Laute auf diese Berge strömen, kann sein. Die Preise für diese Gruppen machen aber meines Wissens nicht die Bergbahnen sonder die Veranstalter dieser Reisen. Nun noch zu den Sänften. Das ist eine gute Idee! Aber bauen wir Sänften für die ausländischen Gruppen, das wäre sicher ein Erlebnis für sie, sich so auf die Berge tragen zu lassen.

Brigitte Henggeler, Oberägeri