GERICHT: Urteil wegen tödlichem Unfall

Er gab Gas bei Glatteis – dann krachte es auf der Lorzentobelbrücke. Wie schwer wiegt das Verschulden des Lenkers?

Jürg J. Aregger
Drucken
Teilen
Das Bild dokumentiert es: Der Zusammenstoss muss mit voller Wucht erfolgt sein. (Bild: Zuger Polizei)

Das Bild dokumentiert es: Der Zusammenstoss muss mit voller Wucht erfolgt sein. (Bild: Zuger Polizei)

Eine bedingte Geldstrafe von knapp 20 000 Franken und 300 Franken Busse: So lautet das Urteil eines Zuger Einzelrichters im Fall eines Autolenkers, der vor drei Jahren einen tragischen Unfall verursacht hatte. Der Mann war am 22. November 2011 Lenker eines Firmen-Transportwagens, mit dem er mit fünf Arbeitskollegen zu einem Arbeitseinsatz fuhr. Bei Glatteis kam es auf der Lorzentobelbrücke zum Zusammenstoss mit einem Lieferwagen, es gab ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Belastend wirkte sich aus, dass der Lenker sein Tempo nicht reduzierte, obwohl er die vereiste Fahrbahn wahrgenommen hatte. Die Verteidigung kündete bereits Rekurs an.