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Diese Zuger sind gerüstet fürs internationale Parkett

Bildxzug – Lehre im Verbund und Roche Diagnostics International bieten Lehrstellen in englischer Sprache an. Kürzlich haben die ersten sechs Absolventen ihr Diplom erhalten.
Andrea Muff
Roger Affolter, Michelle Beck und Nathalie Schwegler (von links) freuen sich mit Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (rechts) über das Diplom. (Bild: Bildxzug/PD)

Roger Affolter, Michelle Beck und Nathalie Schwegler (von links) freuen sich mit Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (rechts) über das Diplom. (Bild: Bildxzug/PD)

Englisch ist eine sogenannte Weltsprache. In internationalen Unternehmen wird in Englisch kommuniziert. So liegt es nahe, vor allem in einem internationalen Kanton wie Zug, auch die Lehre in dieser Sprache zu absolvieren. Die ersten sechs Kaufleute im Projekt Berufsbildung International konnten Ende Juni ihr Fähigkeitszeugnis mit Supplement entgegennehmen.

Vor drei Jahren haben sich diese Lernenden dazu entschieden, die Berufslehre in englischer Sprache an allen drei Lernorten – an der Berufsfachschule, am überbetrieblichen Kurs und im Lehrbetrieb – zu absolvieren. «Das Projekt in diesem Umfang ist so gesamtschweizerisch einzigartig», weiss Nicole Leimgruber, zuständig für Marketing und Kommunikation bei Bildxzug.

Projekt brauchte eine Anlaufphase

Die Lernenden von Bildxzug und Roche Diagnostics International AG konnten von der Berufsbildung International profitieren. Das Projekt soll international orientierte Unternehmen mit Englisch als Konzernsprache ermöglichen, sich auch in der Schweizer Berufsbildung zu beteiligen. Seit drei Jahren gibt es im Kanton Zug diese Möglichkeit, die international ausgerichtete Berufslehre für Kaufleute EFZ und Informatik EFZ zu absolvieren. Nicole Leimgruber erklärt: «Je nach Firma wird wirklich nur Englisch gesprochen. Zumindest ist die Firmensprache Englisch, teilweise auf das Schriftliche und die Kommunikation mit englischsprachigen Mitarbeitern beschränkt.» Bildxzug ist im Projekt Berufsbildung International im Bereich der betrieblichen Ausbildung Partner und bietet in den zwei erwähnten Berufen Ausbildungsplätze an. Im Weiteren steht Bildxzug laut Beschrieb auf der eigenen Internetseite den internationalen Unternehmen beratend zur Seite und unterstützt diese in der Ausbildung der Lernenden, sei dies als Mitglied im Verbund oder als eigenständiger Lehrbetrieb.

Doch nicht alles kann in Englisch besucht werden, da gewisse Ziele in der Standardsprache erfüllt werden müssen, die von der Bildungsverordnung vorgegeben seien, schreibt der Lehrstellen-Verbund. Etwa im Fach «Wirtschaft und Gesellschaft» das Obligationenrecht, Deutsch und Französisch werden nicht in Englisch besucht.

Nach einem «zögerlichen Start», wie Bildxzug in einer Medienmitteilung schreibt, spreche sich die Idee der Internationalen Berufslehre bei den Jugendlichen und Firmen herum. Nicole Leimgruber erklärt: «Den internationalen Firmen mussten wir zuerst einmal das Schweizer Bildungssystem näher bringen, das heisst neue Firmen akquirieren. Es mussten neue Lösungen in der Schule und auch bei den überbetrieblichen Kursen gefunden werden.» Doch inzwischen habe es sich unter den Jugendlichen und Firmen herumgesprochen. «Wir könnten uns vorstellen, auch weitere Berufe anzubieten wie etwa Mediamatiker», so Leimgruber. Von den sechs Absolventen sind bereits alle versorgt – vier können beim Lehrbetrieb bleiben, und zwei wollen die Berufsmatura II in der Vollzeit-Version absolvieren.

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