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GESCHÄFTE: Der Zuger Bahnhof wird umgekrempelt

Ein Café, ein Kiosk und ein Laden wechseln ihren Standort innerhalb des Bahnhofs – und Letzterer auch das Angebot.
Samantha Taylor
Im Zuger Bahnhof tut sich in den nächsten Monaten einiges. Bild: Maria Schmid (18. Oktober 2016)

Im Zuger Bahnhof tut sich in den nächsten Monaten einiges. Bild: Maria Schmid (18. Oktober 2016)

«Hier gibt es bald italienischen Espresso» und «Wir bauen für Sie um»: Die Plakate im Zuger Bahnhof deuten an, was dort in den nächsten Monaten passiert: Es kommt zu einer Rochade. Vier Geschäfte verschieben ihren Standort oder schliessen.

Da ist zum einen das SBB-Reisebüro. Dieses befand sich auf der Ostseite des Bahnhofs, angrenzend an die Räume der SBB-Ticketverkaufsstelle und von Zug Tourismus. Das Reisebüro wurde bereits vor einigen Monaten geschlossen, nachdem die SBB im vergangenen Jahr entschieden hatte, sich per Ende 2015 aus dem Reisebürogeschäft zurückzuziehen. In die Räume einziehen wird ab Dezember der K-Kiosk von Valora, der sich heute schräg gegenüber in der Ecke befindet.

Die heutige Kioskfläche wird mit dem angrenzenden Laden­lokal, dem Caffè Spettacolo, zu einer Fläche zusammengelegt. Genutzt wird sie dann von Aperto. Der Laden befindet sich heute im oberen Stock des Zuger Bahnhofs beim Gleis 4.

Und wo geht «Spettacolo» hin? Das Café zieht in eine neue Ladenfläche direkt vor der Apotheke. Auf den aufgebauten Bauwänden ist zu lesen: «Hier entsteht Ihr unverwechselbares Caffè Spettacolo.» Gemäss Angaben der SBB wird es ein «Spettacolo» im Kleinformat auf einer Fläche von 13 Quadratmetern geben. In Betrieb genommen werden soll das Geschäft im Dezember. «Wir werden in Zug ein schweizweit neues Konzept ausprobieren, bei dem wir noch direkter am Passantenstrom sind», sagt dazu Sandra von Bidder, Marketingmanager Caffè Spettacolo.

Fokus auf schnelle Verpflegung

Der wohl grösste Wechsel steht mit dem Umzug für Aperto an. Zum einen wird das Geschäft wesentlich verkleinert von heute rund 270 Quadratmetern auf gut 100 Quadratmeter. Zum anderen will man mit dem Wechsel auch das Angebot überarbeiten. «Als wir uns vor rund zehn Jahren im Bahnhof Zug eingerichtet hatten, waren wir ein Detailhändler», sagt Andreas Hofer, CEO der Firma Alimentana, die hinter Aperto steht. Der Markt hätte sich inzwischen jedoch stark verändert, und damit sei auch eine neue Ausrichtung von Aperto nötig geworden. «Wir setzten auf den Convenience-Markt, sprich auf den Konsum für unterwegs», erklärt Hofer weiter. Das werde man auch im neuen Ladenlokal im Zuger Bahnhof tun. «Wir möchten unseren Kunden dort alles bieten, was sofort konsumiert werden kann. Beispielsweise gibt es frische Sandwiches, Salate, ein Buffet mit warmen Speisen und Getränke. Alles, was man aus dem Take-away-Bereich kennt», so Hofer. Nicht mehr angeboten würden Vorräte und Lebensmittel, die zubereitet werden müssten. Ausserdem wird es keine Sitzmöglichkeiten im Geschäft geben. Mit ein Grund für die Neuausrichtung von Aperto im Zuger Bahnhof ist auch der Einzug von Coop. Der Detailhändler eröffnete auf der Ostseite des Bahnhofs direkt am Gleis 3 vor rund drei Jahren eine Filiale und machte damit Aperto mächtig Konkurrenz. Man habe sich allerdings bereits vor dem Einzug von Coop mit der eigenen Neuausrichtung befasst, sagt Hofer. «Dieser Prozess läuft schon einige Jahre, und wir haben gute Erfahrungen gemacht. Die Schnellverpflegung ist eine Nische, in der wir stark sind», so der Geschäftsführer.

Nachfolger noch unklar

Eröffnet werden soll die neue Aperto-Filiale im Innern des Bahnhofs im Frühling 2017. Die Umbauarbeiten dafür beginnen gemäss Angaben der SBB im kommenden Februar. Was mit dem heutigen Aperto-Ladenlokal beim Gleis 4 passiert, ist noch nicht klar. Auch dort wollen die SBB umbauen und mit diesen Arbeiten wohl im Frühling beginnen. «Die Fläche wurde ausgeschrieben, und wir führen derzeit Gespräche mit Mietinteressenten», sagt Franziska Frey, Mediensprecherin der SBB. Sobald die Mieter bekannt seien, werde man diese kommunizieren.

Samantha Taylor

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