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Leserbrief

Geschichte findet in unseren Köpfen statt

Zur Abstimmung über das kantonale Denkmalschutzgesetz vom 24. November

Unsere Vergangenheit ist prägend für die Gegenwart und die Zukunft. Damit wir die Gegenwart und die Zukunft gestalten können, erinnern wir uns der Vergangenheit. Ob dies nun unsere eigene Jugend oder die Entwicklung unserer Gesellschaft betrifft, spielt keine Rolle. Damit die Vergangenheit ein Gesicht erhält, werden Stätten, Gebäude, Autos, Bilder und Schriftlichkeiten aufbewahrt. Häuser, Denkmäler, Industrieanlagen sind wichtige Zeitzeugen, welche für spätere Generationen erhalten werden müssen, damit auch sie die Vergangenheit «erleben» können.

Mit dem neuen Denkmalschutzgesetz wird ein einschneidender Schnitt vollzogen. Die Anforderungen an Zeitzeugen werden so hoch angesetzt, dass im Kanton Zug praktisch ausser der Altstadt in Zug, der Kirche St. Wolfgang in Hünenberg und einzelnen Gebäudekomplexen nichts mehr geschützt werden kann. Selbstverständlich hat das neue Gesetz auch Anpassungen, welche sinnvoll sind. Der Kantonsrat hat jedoch in seiner Debatte den Bogen überspannt. Mit den massiven Verschärfungen ist ein Gesetz geschaffen worden, welches unsere Zeitzeugen auslöschen wird. Der Baudruck, das stete Wirtschaftswachstum, welches speziell im Kanton Zug stattfindet, wird keinen Platz für Gebäude und Anlagen unserer Vergangenheit aber auch der Gegenwart mehr zulassen. Dies dürfen wir nicht akzeptieren. Aus diesem Grund lehne ich das neue Gesetz ab.

Hubert Schuler, Kantonsrat SP, Hünenberg


In einem Leserbrief habe ich kürzlich festgehalten, dass im Kanton Zug lediglich 2,2 Prozent aller Gebäude unter Schutz stehen. Darauf reagierte Ulrich Bollmann und behauptete, dass gar jedes fünfte ältere Gebäude direkt oder potenziell dem Denkmalschutz unterstellt sei. Die Berechnung von Herrn Bollmann ist tendenziös und unsinnig. Zudem verstehe ich nicht, was Denkmalschutz mit einem Rasenmäher zu tun hat. Lassen Sie sich von der abenteuerlichen Zahlenakrobatik nicht in die Irre führen! Faktum ist: Im Kanton Zug sind aktuell 2,2 Prozent aller Gebäude denkmalgeschützt und damit deutlich weniger als im schweizerischen Durchschnitt.

Peter Raimann, Zug

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