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«Geschichten, die das Leben schrieb» im Burgbachkeller

Die Zuwebe und die Formation Blasart bieten im Burgbachkeller in Zug eine Mischung aus Theater und Musik.
Martin Mühlebach
In den verschiedenen Szenen gab es viel zu lachen – aber auch zum Nachdenken. (Bild: Maria Schmid, Zug, 03. Oktober 2019)

In den verschiedenen Szenen gab es viel zu lachen – aber auch zum Nachdenken. (Bild: Maria Schmid, Zug, 03. Oktober 2019)

Die Schauspielerei ist ein Arbeitsangebot im kulturellen Bereich der Zuwebe. Hugo Niederberger, der Abteilungsleiter Handwerk und Kunst, erzählt: «Unsere acht professionellen Schauspielerinnen und Schauspieler proben anderthalb Tage pro Woche sehr diszipliniert, um bei ihren Auftritten an verschiedenen Anlässen, für die sie gebucht werden, eine überzeugende Leistung abrufen zu können.» Am Donnerstag- und Freitagabend bewiesen die Protagonisten im Burgbachkeller in Zug, erstmals gemeinsam mit der Musikformation Blasart aus Olten, ihr schauspielerisches Talent. Unter dem Titel «Geschichten, die das Leben schrieb» entfachten im zahlreich anwesenden Publikum wahre Begeisterungsstürme.

Es war herzergreifend, wie hingebungsvoll die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre selbstverfassten Texte und solche von Heinrich Heine und Loriot humorvoll vortrugen und mit unnachahmlicher Mimik und Gestik würzten.

Hat man sich nichts mehr zu sagen?

In den verschiedenen Szenen, in denen es um die Liebe und das Leben geht, gab es viel zu lachen – aber auch zum Nachdenken. Beispielsweise in der Szene, wo ein altes Ehepaar in der Stube wortkarg nebeneinandersitzt. Sie strickt, und er pafft eine Tabakpfeife, ehe unvermittelt ein Zankgespräch über ein belangloses Thema vom Zaune bricht. Hat man sich nach einer langen Beziehung, die mit Liebesschwüren begann, im Alter wirklich nichts mehr zu sagen? Oder wird einem erst nach dem Tode des Partners bewusst, was man verloren hat? Die Schauspielerinnen und Schauspieler mögen den Sinn des Lebens tiefschürfend zu hinterfragen.

Es überrascht nicht, dass ein Vater eines Zuwebe-Schauspielers sagt: «Für meinen Sohn ist Theaterspielen das Grösste. Er ist mit Herz und Seele dabei, er entfaltet sein Selbstbewusstsein und er ist unheimlich stolz, vor einem grossen Publikum auftreten zu dürfen.» Die Theaterpädagogin und Regisseurin Jitka Nussbaum Weber, die seit sieben Jahren aus ihren Schauspielerinnen und Schauspielern der Zuwebe Höchstleistungen herauskitzelt, verrät: «Meine Arbeit macht mir unendlich Freude und Spass zu sehen, wie meine Vorstellungen und die Ideen der Schauspielgruppe ineinander verschmelzen und zu einem Ganzen zusammenfliessen.» Zu einem mit Humor und Nachdenklichkeit gespickten Programm, das zu begeistern vermag.

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