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GESUNDHEIT: Das Impfen in Zug wird nun einfacher

Anstatt zum Arzt kurz in die Apotheke. Dies ist im Kanton Zug ab sofort bei einigen Impfungen möglich. Mit der Neuerung zieht Zug einem Grossteil der Kantone nach.
Das Pflegepersonal am Luzerner Kantonsspital lässt sich nicht gerne impfen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Das Pflegepersonal am Luzerner Kantonsspital lässt sich nicht gerne impfen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die Bedingungen sind klar geregelt: Wer sich in einer Apotheke impfen lassen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein und gesund. Die Apotheker müssen ihrerseits eine Bewilligung des Kantons haben und damit auch im Impfen ausgebildet sein. Einschränkungen gibt es im Angebot. So dürfen bisher nur die Impfungen gegen Grippe, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie Folgeimpfungen gegen Hepatitis A und B durchgeführt werden. «Für gewisse Impfungen bedarf es weiterhin eines ärztlichen Know-hows. So ist der Entscheid, welche medizinische Massnahme bei einem Krankheitsbild angezeigt ist, nicht immer ganz einfach. Auch sind Komplikationen bei Lebendimpfstoffen nicht ausgeschlossen», erklärt der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister die Einschränkungen. Er erhofft sich vom neuen Angebot, «dass die Zahl der Impfwilligen steigt». Dies soll durch das niederschwellige Angebot erreicht werden, wie es sich in der Apotheke anbietet – wo man auch ohne Termin vorbeigehen kann.

Wie die Gesundheitsdirektion mitteilte, ist die Regelung per vergangenen Samstag in Kraft getreten. «Wir hatten das Anliegen schon länger auf dem Radar», sagt Gesundheitsdirektor Martin Pfister. «Doch wir wollten zuerst die Erfahrungen anderer Kantone abwarten. Unser Ziel war es, vor dem Start der Grippesaison 2017 die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen.»

Grundversorgung soll gestärkt werden

Angestossen wurde das Einführen der neuen Regelung von den Apothekern. Entsprechend freut sich der Präsident des Vereins Zuger Apotheken, Martin Affentranger, dass der Kanton dem Wunsch nun Folge leistet. «Wir sind höchst erfreut, dass das nun geklappt hat.» Das Ziel sei, jene zu erreichen, die nicht zum Arzt gehen. «Beim Impfschutz ist es wichtig, dass man eine Herdenimmunität erreicht, also dass möglichst viele geimpft sind.»

Der Ursprung der Impfung in der Apotheke liegt auf nationaler Ebene, wie Affentranger erklärt. Der Bund will so die Grundversorgung stärken, was alleine mit den Hausärzten etwas knapp geworden wäre. «Deshalb wurden die Aufgaben der Apotheker erweitert.» In den Apotheken des Kantons Zug wird das Angebot nach Affentrangers Einschätzungen in Zukunft fast überall Einzug finden. «Einige Apotheken müssen ihre Räume noch anpassen – die meisten sind aber parat. Wir wussten schon seit einiger Zeit, dass dies kommen könnte, und hatten so auch genug Zeit, uns vorzubereiten», so Affentranger.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

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