GESUNDHEIT: Kampf gegen gefährliche Erreger

Die Hygiene in den Spitälern sei ungenügend, behauptet der Kassensturz. «Zu Unrecht», sagt Corinne Stutz vom Zuger Kantonsspital.

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Sie ist im Zuger Kantonsspital zuständig für Hygiene: Die Pflegefachfrau Corinne Stutz desinfiziert ihre Hände. (Bild Werner Schelbert)

Sie ist im Zuger Kantonsspital zuständig für Hygiene: Die Pflegefachfrau Corinne Stutz desinfiziert ihre Hände. (Bild Werner Schelbert)

Wenn man krank werden wolle, müsse man ins Spital gehen. So moderierte Kassensturzmann Ueli Schmezer am Dienstag einen Beitrag zur Spitalhygiene an. Fünf bis zehn Prozent der Spitalpatienten oder 70 000 Leute, würden schweizweit jährlich eine Infektion auflesen, erklärte er weiter. Und an diesen Infekten würden jedes Jahr rund 2000 Patienten sterben.

Dicke Post gab es bei der Sendung auch für Zug. Denn der Kanton führe entweder keine Kontrollen durch oder habe bei der zu Grunde liegenden Befragung nicht mitgemacht, wurde den Zuschauer gesagt. Carlo Cunti, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz, weist die Kritik zurück. Die Kantone hätten lediglich bei der Qualitätssicherung der Spitäler eine Aufsichtspflicht.

Und auch im Zuger Kantonsspital kommt die Rüge des Staatsfernsehens schlecht an. Denn solche Kontrollen seien nicht vorgesehen, sagt auch Corinne Stutz, Leiterin Spitalhygiene und ergänzt: «Zudem wird bei uns die Hygiene bereits seit Jahren gross geschrieben.»