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GESUNDHEIT: Kanton Zug soll psychiatrische Tagesklinik erhalten

Der Kanton Zug will sein medizinisches Angebot ausbauen: Der Kantonsrat hat am Donnerstag in erster Lesung beschlossen, eine psychiatrische Tagesklinik ins Leben zu rufen.
Die Nachfrage steigt, der Kanton Zug soll eine psychiatrische Tagesklinik erhalten. Auf dem Bild: Die psychiatrische Klinik Zugersee. (Archivbild Neue ZZ)

Die Nachfrage steigt, der Kanton Zug soll eine psychiatrische Tagesklinik erhalten. Auf dem Bild: Die psychiatrische Klinik Zugersee. (Archivbild Neue ZZ)

Die Tagesklinik war unbestritten und wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen. Zusätzliche Angebote seien notwendig, da die Nachfrage auch in Zug laufend steige, argumentierten mehrere Ratsmitglieder.

Die Einrichtung einer Tagesklinik sei zudem günstiger als der Ausbau der stationären Plätze, weil die Patienten zuhause übernachten. Pro Jahr dürfte das Ambulatorium rund 765'000 Franken kosten.

Das neue Angebot soll sich nicht nur an Erwachsene richten, sondern speziell auch an Kinder und Jugendliche, für die es in der Region bis jetzt zu wenig psychiatrische Plätze gibt.

Konkrete Pläne, etwa was den Standort betrifft, gibt es jedoch noch nicht. Mit der Debatte im Kantonsrat wurde erst die rechtliche Grundlage im Gesundheitsgesetz geschaffen.

Keine Unterstützung für Schweizer Fachkräfte

Sparen will der Zuger Kantonsrat hingegen bei den Ausbildungsbetrieben in Gesundheitsberufen. Die Regierung wollte die Unterstützung für Institutionen im Kanton Zug mit einer Änderung im Gesundheitsgesetz eigentlich erhöhen.

"Wir sind heute stark von ausländischen Fachkräften abhängig", betonte der neue Gesundheitsdirektor Martin Pfister (CVP) vergeblich. "Hier etwas zu unternehmen, würde das einheimische Gesundheitspersonal fördern." Mit dieser Argumentation punktete er allerdings nicht einmal bei der SVP.

Die Mehrheit fand, man dürfe die Staatskosten keinesfalls erhöhen. Zudem sei es ungerecht, wenn nicht alle Lernende gleich behandelt würden. Die Metzgereibranche erhalte schliesslich auch keine Unterstützung. Der Kantonsrat lehnte nicht nur eine Erhöhung ab, sondern strich auch die bisherigen Beiträge. Der Kanton spart damit 430'000 Franken pro Jahr.

Die zweite Lesung des geänderten Gesundheitsgesetzes inklusive Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt. (sda)

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