GESUNDHEITSKOSTEN: Im Kantonsspital geht die Lohnangst um

Santésuisse, der Branchenverband der Krankenversicherer, erhöht den Druck auf das Zuger Kantonsspital. Die Mitarbeiter des Zuger Kantonsspitals schlagen Alarm.

Drucken
Teilen
Blick auf das neue Zuger Kantonsspital in Baar. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Blick auf das neue Zuger Kantonsspital in Baar. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Verband will die Fallkostenpauschalen mit diesen werden die stationären Krankheitsfälle zwischen dem Kanton und den Krankenversicherungen abgerechnet um einen Viertel senken. «Diese Kürzung bedroht die Löhne des Personals im Zuger Kantonsspital», sagt Stefan Giger, Generalsekretär der VPOD, dem Schweizerischen Verband des Personals öffentlicher Dienste.

Personal wehrt sich
Ein Lohnabbau sei denn auch das Ziel von Santésuisse. «Sie verlangen, dass die Löhne und Anstellungsbedingungen auf das tiefste Niveau in Spitälern in Randregionen oder gar dem Ausland abgesenkt werden», so Giger. Das Personal des Zuger Kantonsspitals will sich das nicht gefallen lassen und setzt sich zur Wehr. Einstimmig haben die 180 Teilnehmer der Personalversammlung am Mittwochabend eine Resolution an die Adresse des Regierungsrates verabschiedet. Darin fordern die Angestellten des Spitals eine Sicherung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV), einen Teuerungsausgleich und die selbe Reallohnerhöhung von 2 Prozent wie beim Kantonsangestellten.

«Das geht nicht»
Dieser Konflikt schwelt bereits seit einiger Zeit und erreicht nun seinen vorläufigen Höhepunkt. «Spital und Krankenkassen streiten seit Jahren über die Höhe der Fallkostenpauschalen», erklärt Giger. Diese machen gemäss dem Generalsekretär rund 40 Prozent oder 40 Millionen Franken der Spitaleinnahmen aus. «Santésuisse will diesen Anteil deutlich senken das geht nicht.» Beim aktuellen Aktienkapital des Zuger Kantonsspitals von 1,6 Millionen Franken sei dies kaum zu verkraften. «Entweder deponiert dann das Spital innert Kürze seine Bilanz, oder es kürzt die Löhne.» Letzteres aber hätte eine Kündigung des bei der Privatisierung des Zuger Kantonsspitals 2001 ausgehandelten GAV zur Folge, weil das Spital seinen Angestellten die darin festgelegten Löhne nicht mehr zahlen könnte.

Andreas Oppliger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.