GESUNDHEITSWESEN: Erweiterung der Ausbildung im Pflegebereich

In Zug soll die Ausbildung von Pflegefachpersonen mit gezielten Massnahmen gefördert werden. Unter anderem mit einer neuen Ausbildung im Bereich Pflege-Assistenz.

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In Zug wird die Ausbildung von Pflegefachpersonen weiter gefördert. (Symbolbild Keystone)

In Zug wird die Ausbildung von Pflegefachpersonen weiter gefördert. (Symbolbild Keystone)

Im Rahmen der Strategie «Leuchtturm 2020» griff die Gesundheitsdirektion 2013 das Problem des Fachkräftemangels in den Gesundheitsberufen auf und befragte die Zuger Spitäler, Kliniken, Pflegeheime und Spitexorganisationen nach ihrer Ausbildungstätigkeit in den Pflegeberufen. Die Ergebnisse der Umfrage sind erfreulich: Alle Zuger Institutionen engagieren sich in der Ausbildung, teilweise sogar überdurchschnittlich.

Der Kanton Zug verzichtet weiterhin bewusst auf formelle Verpflichtungen der Listenspitäler und Pflegeheime, ein bestimmtes Ausbildungssoll zu erfüllen, heisst es in einer Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion. «Mit unserem einfachen, unbürokratischen Anreizsystem erzielen wir zwar keine maximale, aber eine optimale Wirkung», so Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann.

Anpassung der Betriebsbeiträge an Pflegeheime und Spitex

Der Regierungsrat ist laut Mitteilung grundsätzlich bereit, die seit 2010 ausgerichteten Betriebsbeiträge moderat zu erhöhen. Gleichzeitig ist eine Änderung des Gesundheitsgesetzes beabsichtigt: Die Zuger Institutionen des Gesundheitswesens sollen in Zukunft auch für die Ausbildung von Gesundheitsfachleuten, die ausserhalb des Kantons Zug Wohnsitz haben, mit Beiträgen unterstützt werden können.

Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Mangels an Pflegefachpersonen engagiert sich der Kanton Zug im Bereich Pflege schon seit einigen Jahren in der beruflichen Grundbildung und hat für Jugendliche wie Erwachsene sukzessive Angebote aufgebaut. Diverse Ausbildungsgänge werden für die Region Zentralschweiz geführt.

Zu den sieben bestehenden Bildungsangeboten ist ab 2015 ein neues Angebot am gewerblich-industriellen Bildungszentrum GIBZ geplant. Die Ausbildung zu «Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales EBA» dauert ein Jahr und richtet sich in erster Linie an SRK-Pflegehelferinnen und -Pflegehelfer. Mit diesem Angebot können diese Personen Anschluss im schweizerischen Bildungssystem finden.

pd/zim