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GESUNDHEITSWESEN: Zug sagt Masern den Kampf an

Die Masernkampagne des Bundes hat sich eine masernfreie Schweiz bis 2015 zum Ziel gesetzt. In Zug ist am Donnerstag eine dreijährige kantonale Masernkampagne lanciert worden.
Im Kanton Zug ist die Durchimpfungsrate gegen Masern mit 87 Prozent noch zu tief. (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Kanton Zug ist die Durchimpfungsrate gegen Masern mit 87 Prozent noch zu tief. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Massnahmen, die von einem Projektteam koordiniert werden, konzentrieren sich auf die Zuger Arztpraxen. Konkret erhalten die Medizinischen Praxisassistentinnen und -assisteten (MPA) pro durchgeführte Impfung 4 Franken.

Auf diese Weise werde ein Anreiz geschaffen, bei den Patientinnen und Patienten aktiv nach dem Impfstatus zu fragen und Nachimpfungen vorzunehmen, schreibt die Gesundheitsdirekton in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Kanton finanziert die Kampagne zwischen 2014 und 2016 mit jährlich 14'000 Franken.

Für alle Kinder und Erwachsenen ab Jahrgang 1964 und jünger sind Nachholimpfungen gegen Masern von der Franchise befreit. Wer sich gegen Masern impfen lässt, muss also nur noch den Selbstbehalt bezahlen. Den Rest übernimmt die Krankenkasse. Ohne Franchisenbefreiung kostet eine einzelne Impfung inklusive Konsultation zwischen 55 und 70 Franken.

Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann ruft zudem die Bewohner im Kanton auf, jetzt ihren Impfausweis überprüfen zu lassen. Damit könnten alle dazu beitragen, die Masern im Kanton Zug zu eliminieren.

Um die Masern in der Schweiz zu bekämpfen, läuft seit Oktober 2013 die nationale Kampagne «Stopp Masern» des Bundesamts für Gesundheit. Die Kantone können die nationale Masernkampagne entweder finanziell oder mit eigenen Aktionen unterstützen.

Um die Masern auszurotten, müssen 95 Prozent der Bevölkerung gegen die hochansteckenden Viren immun sein, das heisst, zweimal geimpft sein oder die Krankheit durchlebt haben.

Werde eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent erreicht, entstehe eine so genannte Herdenimmunität, schreibt die Gesundheitdirektion. Die Masernviren können sich in diesem Falle nicht mehr verbreiten und verschwinden.
Im Kanton Zug ist die Durchimpfungsrate mit 87 Prozent noch zu tief.

sda/zim

HINWEIS
Weitere Informationen über die Masern unter www.stopmasern.ch.

Kritik in Luzern

Der Kanton Luzern hat im Sommer die freiwillige Schulimpfung wieder eingeführt, um die Impfrate – insbesondere bei Masern – zu erhöhen. Eine Umfrage bei Luzerner Schulärzten zeigt: Die Massnahme entfaltet kaum Wirkung. Laut dem Kanton Luzern lässt sich der Erfolg der Impfkampagne erst im Sommer 2014 beurteilen.

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